Panorama-Künstler Asisi plant Dresden-Trilogie
Panorama-Künstler Asisi plant Dresden-Trilogie
Foto: dapd/Norbert Millauer

Panorama-Künstler Asisi plant Dresden-Trilogie

Epoch Times, Freitag, 30. November 2012 17:55

Dresden – Die Stadt Dresden bleibt für den Panorama-Künstler Yadegar Asisi weiterhin ein Faszinosum. Gerade erst hat er seine 360-Grad-Ansicht des barocken Dresdens komplett überarbeitet, die ab Samstag (1. Dezember) im Dresdner Panometer zu sehen ist. Für die Zukunft plane er zwei neue Rundbilder der Stadt, verriet Asisi am Freitag in Dresden. Gemeinsam mit dem Barockbild sollen die neuen Ansichten eine Dresden-Trilogie bilden. Dabei will sich der Künstler dem Zeitalter der Industrialisierung und dem zerstörten Dresden nach 1945 widmen.

Bei seiner ersten Ansicht vom barocken Dresden hatte sich Asisi an den Gemälden des Barockmalers Canaletto orientiert. Sein neues Dresden-Rundbild wollte der Künstler nach eigenen Aussagen "opulenter" gestalten und sich durch mehr Details und eine stärkere Dramatik von Canaletto emanzipieren.

"Für mich ist ein Panorama nie vollendet", sagte Asisi, der seine Fotocollagen lieber Gemälde nennt. Das neue Bild sei detailreicher und technisch weiter entwickelt. Zudem hat der Künstler auch Hinweise und Korrekturen von Dresdnern in das Bild eingearbeitet. Gleichzeitig nutzte er die Überarbeitung, um Geschichten zu erzählen. Bekannte Figuren der Zeit illustrieren Szenen aus dem höfischen Leben im Spätbarock, darunter Johann Sebastian Bach, Zar Peter I. und der Dresdner Hofnarr Josef Fröhlich.

Dresden-Trilogie als wechselnde Ausstellung geplant

Während im ersten Bild ausschließlich das Jahr 1756 zu sehen ist, zeigt das neue Dresden-Panorama die Epoche von 1695 bis 1760. Neben der Tagansicht bietet die Nachtvariante leuchtende Elemente, wie etwa ein Feuerwerk über dem japanischen Palais. Den Angaben zufolge ist das neue Bild mit 107 Metern etwa so lang wie ein Fußballfeld. Die Höhe von 27 Metern entspreche etwa der eines zehnstöckigen Hauses. Der Stoff wiege rund 750 Kilogramm.

Die erste monumentale Ansicht vom barocken Dresden war von Dezember 2006 bis November 2011 in dem ehemaligen Gasometer zu bestaunen. Bis zum 18. November wurde Asisis Ansicht vom antiken Rom im Panometer gezeigt. Mehr als 165.000 Besucher hatten die Ausstellung seit Dezember 2011 gesehen. 1,5 Millionen Menschen besuchten Asisis Pergamon-Ansicht in Berlin. Seit September zeigt die Hauptstadt sein Mauer-Panorama.

Für seine Dresden-Trilogie stellt sich der Künstler eine über das Jahr wechselnde Ausstellung vor. Während das Nachkriegsbild jeweils im Februar zu sehen sein soll, werde die Barockstadt von Frühjahr bis Sommer und das industrielle Dresden von Herbst bis Winter gezeigt.

dapd



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Kultur, Asisi, Panorama


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