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Fotos von Folteropfern werden von Falun Gong Anhängern am 6. Juni 2009 auf einer Parade in New York getragen. (Charlotte Cuthbertson/The Epoch Times)
Fotos von Folteropfern werden von Falun Gong Anhängern am 6. Juni 2009 auf einer Parade in New York getragen. (Charlotte Cuthbertson/The Epoch Times)

Menschenrechte in China

Parade in New York wirft ein Schlaglicht auf die Verfolgung der Falun Gong

von Charlotte Cuthbertson und Matthew Little, Sonntag, 7. Juni 2009 18:52
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NEW YORK - Reihe auf Reihe folgte einander, weiß gekleidete Menschen trugen Fotos von Männern und Frauen auf einer Parade, die manchmal von Freude, manchmal von tiefer Trauer geprägt war.

Weiß ist die traditionelle Trauerfarbe in China. Die zu den mehr als dreitausend Falun Gong-Praktizierenden gehören, die nachweislich von Chinas autoritärem System getötet wurden, erhielten durch die mitgetragenen Fotografien Gesichter.

Zur Parade gehörten auch zwei Blaskapellen und Beispiele für traditionelle chinesische Kultur wie Trommeln, die vor dem Körper getragen werden und Drachentanz. Aber es waren vor allem die Hunderte von feierlich ernsten Gesichtern von Männern und Frauen mit Erinnerungsstücken an die Toten, die die Herzen der Zuschauer am meisten bewegten.

Die Anzahl der Toten überwältigte Kenneth Alberty, einen New Yorker, der vom Gehweg aus den Zug der Trauernden beobachtete.

„Was geschehen ist, ist falsch", sagte er. „Aber sie sind nicht umsonst gestorben."

Er erklärte, dass die Prozession ihn an die Tage Martin Luther Kings und die Bürgerrechtsbewegung in Amerika erinnere.

„Hier wird Geschichte gemacht."

Für einige der Menschen waren die Gesichter der Toten auf den Bildern, die für ihren Glauben gestorben waren, mehr als nur eine ferne Erinnerung an sie. Sie waren persönlich betroffen, weil es ihre Freunde oder Verwandten sind, die in die Verfolgungskampagnen geraten waren.

Zu ihnen gehört die elfjährige Rao Deru, die ein Bild des Gedenkens an ihren toten Vater trug. Dieser erst vierunddreißig Jahre alte Mann wurde im Dezember 2000 von der Polizei entführt und starb zwei Jahre später während seiner Haft. Durch die Folter war er bis auf 30 Kilogramm abgemagert.

Mit Tränen in den Augen trug Joanna Qiao das Foto Wang Kefeis, die zur Zeit ihres Todes 34 Jahre alt war. „Wenn ich dieses Foto der Praktizierenden halte, die bis in den Tod verfolgt wurde, dann fühle ich, dass sie bei uns sind", sagte sie. Auch Frau Qiao wurde in China verfolgt, weil sie Falun Gong praktizierte. „Dieses Foto zu tragen, bedeutet für mich sehr viel. Ich fühle mich geehrt."

„Es zerbricht einem das Herz", sagte Shanetta Dorsey, als sie die Prozession vorüber ziehen sah. „Es ist geradezu abenteuerlich."

Frau Dorsey kommt aus Ohio und ist wegen eines Praktikums in New York. Ihre Freundin Shameka Jennings aus Maryland, 18 Jahre alt, erklärte, dass sie schockiert darüber sei, dass nicht mehr Leute über die Verfolgung in China Bescheid wüssten.

„Was sich dort abspielt, ist abscheulich," sagte sie. „Nur darüber Bescheid zu wissen, ist nicht genug. Ich will etwas dagegen tun."

Sie erklärte, dass die Regierung der Vereinigten Staaten mehr tun solle, um Druck auf China auszuüben, die Menschenrechte dort zu verbessern trotz aller wirtschaftlicher Bedenken.

Mehr als 4.000 Falun Gong-Anhänger nahmen an der Parade in Manhattan teil, um ihre Bewegung zu feiern und diejenigen zu betrauern, die während der Verfolgung durch das chinesische Regime getötet worden sind.

Ein Teilbereich der 20 Block langen Parade hatte zur Aufgabe, die chinesische Bevölkerung zu ermutigen, ihre Bindungen an die Chinesische Kommunistische Partei zu lösen, an die KPCh, die die einzige Partei und de facto die Regierung ist.

Falun Gong-Praktizierende, die unter allen möglichen Arten von Folter gelitten haben und dem Tod entkommen sind, berichteten über mehr als 100 verschiedene Methoden der Folterung. Die folgenden sind nur einige Beispiele:

Nach Berichten des Falun Dafa Centers gibt es über 100 Methoden, die das chinesische Regime benutzt, um Falun Gong-Praktizierende zu foltern, damit sie ihren Glauben an ihre Überzeugungen aufgeben.

Grausame Schläge gehören zu der am häufigsten benutzten Methode, berichtet die Webseite der Organisation.

Durch diese Schläge sind viele Praktizierende taub geworden, die Ohren wurden abgeschlagen, Augenäpfel eingedrückt, Zähne, Schädel, Wirbelsäule und Brustkorb zerschlagen, Schlüsselbein, Becken, Arme und Beine gebrochen. Auf Grund der Schläge mussten später auch Arme und Beine amputiert werden.

Auch Elektroschocker werden allgemein in den Zwangsarbeitslagern eingesetzt, in denen die Falun Gong-Anhänger sich befinden, um zu „konvertieren" und „bestraft zu werden." Mit den elektrischen Schlagstöcken, die die Polizisten in den Camps einsetzen, schocken sie häufig in dem Mund und an den Genitalien der Praktizierenden.

 

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