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Wer an der Haustür angesprochen wird, solle keinen Vertrag unterschreiben, denn dieser könne eine Fördermitgliedschaft zur Folge haben, gegen die es kein Widerrufsrecht gibt. AP Photo/Herbert Knosowski
Wer an der Haustür angesprochen wird, solle keinen Vertrag unterschreiben, denn dieser könne eine Fördermitgliedschaft zur Folge haben, gegen die es kein Widerrufsrecht gibt. AP Photo/Herbert Knosowski

Noch 18 Tage bis Heiligabend

Richtig Spenden in der Weihnachtszeit

Epoch Times, Sonntag, 6. Dezember 2009 08:05

Frankfurt/Main – In der Weihnachtszeit sind nicht nur die Herzen der Menschen weit geöffnet, sondern auch die Portemonnaies. Spendensammler bitten im Fernsehen, auf der Straße und an der Haustür um Geld für einen guten Zweck. Doch wie kann man erkennen, wer seriös ist und bei wem die Spende vielleicht versickert? Die Verbraucherzentrale Sachsen rät, auf das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen, DZI, zu achten. Das Zertifikat bekommen nur Organisationen, die zum Beispiel nicht mehr als ein Fünftel der Spenden für Verwaltung verwenden.

„Bei Organisationen, die diesen Spenden-TÜV erhalten haben, kann der Spender relativ sicher sein, dass das Geld die Bedürftigen wirklich erreicht“, sagt Verbraucherschützerin Marion Schmidt. Wer an der Haustür angesprochen werde, solle keinen Vertrag unterschreiben, denn dieser könne eine Fördermitgliedschaft zur Folge haben, gegen die es kein Widerrufsrecht gebe. Auch im Internet ist demnach Vorsicht geboten: Zum Teil verschicken Kriminelle gefälschte Spendenformulare. „Deshalb nie Geld auf Konten überweisen, deren Nummer in einer E-Mail genannt wird“, rät Schmidt.

Nach Angaben des Deutschen Spendenparlaments, einer gemeinnützigen Organisation zur Förderung des Spendenbewusstseins, sollten Spender einige einfache Ratschläge beachten:

- Wer einer Institution Geld spenden möchte, sollte sich demnach ausführlich anhand von Geschäftsberichten oder im Internet über die Mittelverwendung informieren.

- Bei Straßen- und Hausspendensammlungen sollte nur mitmachen, wer die begünstigte Organisation kennt. Dabei sollten Verbraucher auf beabsichtigte Namensähnlichkeiten achten. Denn zweifelhafte Vereinigungen wählen oft Namen, die bekannten Institutionen ähneln und einen guten Zweck suggerieren.

- Bei Straßen- und Haussammlungen sollten sich potenzielle Spender den Sammelausweis oder die Sammelgenehmigung der Ordnungsbehörde zeigen lassen. In Bundesländern, in denen es ein Sammlungsgesetz gibt, bekommen nur geprüfte Organisationen eine Erlaubnis. (AP)



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