Rüdiger als Objekt der Begierde: Feilschen um Ablöse

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Antonio Rüdiger könnte dem VfB eine Millionen-Ablöse einbringen.Foto: Friso Gentsch/dpa
Epoch Times2. Juli 2015
FC Chelsea? VfL Wolfsburg? Oder doch weiter VfB Stuttgart? Vor dem geplanten Einstieg von Antonio Rüdiger ins Mannschaftstraining der Schwaben am Freitag wird heftig über die Zukunft des Fußball-Nationalspielers spekuliert.

Trotz eines bis Sommer 2017 gültigen Vertrags beim VfB ist der 22-Jährige ein Verkaufskandidat. Mit keinem anderen Spieler könnten die Stuttgarter auf einen Schlag eine so hohe Ablöse erzielen wie mit dem wuchtigen Verteidiger. Und genau die Ablöse ist der Knackpunkt.

Für sein kostspieliges Projekt Kaderumbau wünscht sich der klamme VfB dem Vernehmen nach eine Ablöse von mindestens 18 Millionen Euro für Rüdiger. Trotz der Millionen-Alimentierung von Hauptsponsor VW ist den Wolfsburgern die Stuttgarter Forderung zu hoch. Der VfL steht schließlich unter Beobachtung der UEFA-Finanzkontrolleure. Auch daher will Manager Klaus Allofs keine Transfer-Risiken eingehen.

Meister FC Chelsea aus der englischen Premier League dagegen könnte sich mit dem aufgerufenen Preis durchaus arrangieren. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll sich Rüdiger jedoch schon mit dem deutschen Vize-Meister einig sein.

Stuttgarts Sportvorstand Robin Dutt gibt sich bedeckt. „Wir haben keinen Verkaufsdruck, bei niemandem. Es gibt bei uns keine Schnäppchen“, betonte er Anfang der Woche bei der Vorstellung des neuen Trainers Alexander Zorniger. Klar sei jedoch, dass es „Angebote für Spieler von uns in jeder Kategorie“ gebe.

Zorniger selbst hält viel von Rüdiger. „Er ist ein super Kicker“, sagte der VfB-Trainer jüngst. Rüdiger ist körperlich robust und durchsetzungsstark in der Defensive. Der gebürtige Berliner muss allerdings seine Fehler im Aufbauspiel minimieren. Dann könnte der frühere Hitzkopf vom Leistungsniveau her zumindest in die Nähe eines Jérôme Boateng vom FC Bayern München kommen.

Auf diesem Weg wäre für Rüdiger ein Karrieresprung wichtig. „Ich möchte irgendwann in der Champions League spielen und mich mit den Besten messen“, beteuerte er am Rande des Länderspiels gegen die USA (1:2) vor drei Wochen. Außerdem will Rüdiger einmal auf der Insel kicken. „Es war immer ein Traum von mir, irgendwann in der Premier League zu spielen“, bekannte der sechsmalige Nationalspieler.

Auf einen Zeitplan für den nächsten Schritt in seiner Laufbahn will sich Rüdiger, der am 13. Mai 2014 im Länderspiel gegen Polen (0:0) für den DFB debütierte, öffentlich aber nicht festlegen. Der Poker um seine Zukunft dürfte sich noch eine Weile hinziehen.

(dpa)

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