Zukunftsvision der Vernetzung.
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Foto: ASFINAG

Testfeld in Wien

Siemens erprobt „Internet auf Rädern" zur intelligenten Verkehrssteuerung

von Andreas Burkert / Gastautor, Dienstag, 27. November 2012 09:58

 

Wenn es gelingt, alle Verkehrsteilnehmer, egal ob Fahrzeuge, Fußgänger oder der Schienenverkehr derart zu vernetzen, dass sie fahrdatenbezogene Informationen in Echtzeit senden, ließe sich eine intelligente Verkehrssteuerung aufbauen. Sie tauschen dabei nicht nur Informationen miteinander, sondern auch mit Infrastrukturelementen wie Lichtsignalanlagen (Ampeln et cetera) oder Verkehrszeichen aus - in Echtzeit und bei hohen Geschwindigkeiten.

Im Süden von Wien hat nun Siemens ein 45 Kilometer umfassendes Autobahndreieck mit 150 Sensoren und mehr als 150 Verkehrskameras ausgestattet. Auf diesen Straßen werden permanent die aktuelle Straßensituation, der Verkehr und das Wetter gemessen und beobachtet. Auf dem ITS-Kongress erlebten Besucher, wie intelligente Fahrzeuge andere Fahrer per Funkkommunikation auf potenzielle Gefahren hinweisen, etwa, wenn die Sicht auf andere Verkehrsteilnehmer oder Fahrzeuge behindert ist oder sich diese im toten Winkel befinden.

Testfeld mit Vehicle-to-X Demonstratoren

Die globale Siemens-Forschung Corporate Technology entwickelte für das Testfeld Vehicle-to-X Demonstratoren für die Autobahn, zur Ampelkommunikation und für den Empfang im Fahrzeug. Ziel ist ein „Internet auf Rädern". Die Vehicle-to-X Kommunikationsprototypen könnten später in die bestehende Autobahn- und Straßeninfrastruktur der Stadt Wien integriert werden.

Damit soll künftig effiziente, sichere und ressourcenschonende Mobilität ermöglicht werden. Zum Beispiel können sich Fahrzeuge bei einem Auffahrunfall gegenseitig warnen, sodass nachkommende Fahrzeuge rechtzeitig bremsen können und weitere Unfälle vermeiden. Wenn eine Ampel auf Rot schaltet, werden heranfahrende Fahrzeuge zeitgerecht informiert und können so die Geschwindigkeit anpassen und Kraftstoff sparen.

In den Megacities der Zukunft werden alle Fahrzeuge und Geräte miteinander verknüpft sein (Internet of Things). Sie werden genormte Schnittstellen haben, um miteinander Daten auszutauschen (Machine-2-Machine) und mit Menschen zu kommunizieren. Corporate Technology entwickelt seit Jahren kooperative Systeme, die von der Siemens-Division Mobility and Logistics in Form von Demonstratoren erprobt werden. Siemens arbeitet daran, integrierte Lösungen sowohl für Fahrzeuge als auch für Verkehrsinfrastrukturen anbieten zu können.

Mit freundlicher Genehmigung von www.drive-and-style.de/



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