Joachim Fuchsberger erhält Burda-Medienpreis für Lebenswerk
Joachim Fuchsberger erhält Burda-Medienpreis für Lebenswerk
Foto: dapd/Sascha Schuermann

Medienpreis

"So eine Art Dauerabonnement für Bambi"

Epoch Times, Freitag, 23. November 2012 12:30

Düsseldorf – Seit Jahrzehnten engagiert sich Ruth Pfau für Arme in Pakistan. Am Donnerstagabend stand die 1929 geborene Lepra-Ärztin und Ordensfrau bei der Bambi-Gala im Rampenlicht und wurde als "stille Heldin" geehrt. "Sie wissen sicher, dass Ihre Welt nicht meine Welt ist", sagte sie vor den prominenten Gästen im Saal. Mit ihr seien gleichzeitig die Menschen in Pakistan eingeladen worden, "die heute Abend hungrig zu Bett gehen".

Glanz und Glamour, Ernst und Komik im Wechsel - fast 3,5 Stunden dauerte die live im Ersten übertragene Verleihung des Medienpreises der Hubert Burda Media in Düsseldorf, die 2,6 Millionen Zuschauer an den Bildschirmen verfolgten.

Auszeichnungen in fast 20 Kategorien wurden vergeben, für gesellschaftliches, soziales oder umweltpolitisches Engagement, Schauspieler, Musiker, für Comedy oder Sport und für den Weltraumspringer Felix Baumgartner.

Für das Lebenswerk wurde bei der 64. Bambi-Verleihung Entertainer, Schauspieler und Autor Joachim Fuchsberger ausgezeichnet. Der bedankte sich so ausführlich, dass er irgendwann einen trockenen Mund bekam und um einen Schluck zu trinken bat. "So viel Zeit muss sein, oder seid ihr schon alle so müd'?", fragte der 85-Jährige das Publikum.

Fuchsberger bringt sich für Bambi-Abo ins Gespräch

Die "Bunte"-Chefredakteurin Patricia Riekel erinnerte Fuchsberger daran, dass sie dem - Ende 2011 verstorbenen - Entertainer Johannes Heesters einst "so eine Art Dauerabonnement für Bambi" versprochen hatte. "Wir können darüber reden", sagte Fuchsberger. Er sei auch bald so weit. Ihren ersten Bambi, einen "Überraschungs"-Bambi, erhielt am Ende der Gala zur Überraschung des Ehepaares Fuchsbergers Ehefrau Gundel, mit der er seit fast 60 Jahren verheiratet ist.

Einen Bambi bekam nach dem gewaltsamen Tod des 20-jährigen Jonny K. dessen Schwester, Tina K.., für ihr Engagement gegen Jugendgewalt. Die junge Frau rief bei der Gala zu Zivilcourage und einem Einstehen gegen Gewalt auf. Jonny K. war im Oktober auf dem Berliner Alexanderplatz von mehreren jungen Männern bis zur Bewusstlosigkeit geprügelt worden. Einen Tag später starb er an den Folgen seiner Kopfverletzungen.

Integrationspreis für Berliner Rabbiner

Der Berliner Rabbiner Daniel Alter bekam den Bambi für Integration. Er war auf offener Straße im Beisein seiner kleinen Tochter von mehreren Jugendlichen umstellt, verprügelt und verhöhnt worden. Die Bambi-Jury würdigte ihn "für sein couragiertes Engagement für religiöse Toleranz". Alter betonte, er wolle den Preis den Berliner "Heroes" widmen. In dem "Projekt für Gleichberechtigung" engagieren sich nach den Worten der Initiative "junge Männer aus Ehrenkulturen gegen die Unterdrückung im Namen der Ehre und für die Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern".

Im vergangenen Jahr war der Integrations-Bambi an Rapper Bushido gegangen - dies hatte für eine heftige Kontroverse gesorgt.

Ihren bereits dritten Bambi erhielt Sängerin Céline Dion. In der Kategorie "Film International" bedanke sich Hollywoodschauspielerin Salma Hayek überschwänglich.

Kreischende weibliche Fans gab es für die Boygroup One Direction ("Pop International"). Als beste Schauspieler wurden Ulrich Tukur und Alina Levshin gekürt. Rapper Cro bekam den Preis in der Kategorie "Pop National", auf dem roten Teppich war er in Jeans und rotem Schlabberpulli erschienen.

Dort berichtete Extremsportler Baumgartner, der für seinen Rekordsprung aus 39 Kilometern Höhe ausgezeichnet wurde, dass er mit dem mit dem Auto nach Düsseldorf gekommen sei. "Vom Fliegen habe ich erst einmal die Schnauze voll. "

dapd



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