Spielzeughersteller Lego sucht Produktionsstandort in Asien

Epoch Times, Sonntag, 27. Januar 2013 01:09

Der Spielwarenhersteller Lego will in Asien kräftig expandieren. "In Asien müssen wir noch stärker werden. Für die nächsten Jahre haben wir daher China und Asien insgesamt als strategische Zielregion definiert", sagte Konzernvorstand und Europa-Chef Dirk Engehausen der in Berlin erscheinenden Wochenzeitung "Welt am Sonntag" (Ausgabe vom 27.Januar 2013).

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In Kürze schon werde es daher einen eigenen Vorstand für die Region Asien geben. Und auch eine Produktionsstätte ist in Planung. "Wir sind derzeit in der Planungs- und Findungsphase. Standorte sind dabei viele denkbar, Malaysia zum Beispiel, Indonesien und Thailand, aber auch China", sagte Engehausen. Derzeit macht Lego rund zehn Prozent seiner Umsätze in Asien. Hauptabsatzmarkt ist Europa. Von der Euro-Krise war Lego Engehausen zufolge dennoch nicht betroffen. "Die Euro-Krise ist kein Thema. Ich habe das Gefühl, dass sich Lego von der allgemeinen Konjunktur in Europa praktisch abgekoppelt hat", sagte der Manager. In Spanien zum Beispiel sei Lego 2012 um zehn Prozent gewachsen, obwohl der Gesamtmarkt dort um fast zehn Prozent eingebrochen ist. In Portugal sei es ähnlich gewesen, und in Italien habe die Zuwachsrate sogar 21 Prozent betragen. Das hat auch Auswirkungen auf den Gesamtumsatz des dänischen Unternehmens. "Sagen kann ich, dass Lego global um 20 Prozent gewachsen ist. Dabei gab es keine Region, in der es nicht gut gelaufen ist", sagte Engehausen. Nach knapp 2,5 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2011 dürften die Erlöse damit auf rund drei Milliarden Euro gestiegen sein. Angesprochen werden dabei längst nicht mehr nur Kinder. Auch Erwachsene gehören zur Zielgruppe, Männer zum Beispiel mit Lego Technik. "Die Begeisterung für Lego hört mit dem Ende der Kindheit nicht auf. Das wissen wir aus der Marktforschung und auch aus eigener Erfahrung. Wenn wir eine Vorstandssitzung haben, stehen bei uns keine Kekse auf dem Tisch, sondern Schalen mit Legosteinen." Abgelenkt seien die Manager dadurch nicht. "In langen Meetings gibt es immer einen Punkt, an dem die persönliche Aufmerksamkeitskurve nach unten geht. In solchen Momenten nimmt man sich eine haptische Kreativpause, baut etwas zusammen und ist dann wieder voll da."

(dts Nachrichtenagentur)



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