Stalingrad-Ausstellung im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr
Stalingrad-Ausstellung im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr
Foto: Matthias Rietschel

Stalingrad-Ausstellung in Dresden eröffnet

Epoch Times, Freitag, 14. Dezember 2012 18:30

Dresden – Sinnbild einer großen deutschen Niederlage: Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr erinnert mit einer Sonderausstellung an die Schlacht von Stalingrad (heute Wolgograd) vor 70 Jahren. Die Schau wurde am Freitagabend in Dresden eröffnet. Rund 600 Exponate aus Deutschland und Russland dokumentieren bis 30. April eine der bekanntesten Schlachten des Zweiten Weltkriegs.

Erstmals seien die monatelangen Kämpfe 1942/43 überhaupt Gegenstand einer großen historischen Ausstellung, sagte Museumsdirektor Matthias Rogg. Zu sehen sind Uniformen, Waffen, viele persönliche Gegenstände, Gemälde, Zeichnungen und das Präparat eines amputierten Fußes. Gezeigt wird im Original auch die sogenannte Stalingrad-Madonna des Pfarrers und Arztes Kurt Reuber. Er zeichnete das Bild im Kessel von Stalingrad zu Weihnachten 1942.

Die Ausstellung stellt sowohl viele persönliche Erlebnisse der Soldaten dar, geht aber auch auf die Bedeutung der Schlacht für den Kriegsverlauf und die umfassende Propaganda der Gegner ein. Bei dem Angriff auf Stalingrad eroberte die Wehrmacht den größten Teil des Stadtgebietes, teilweise in blutigen Straßen- und Häuserkämpfen. Im November 1942 kesselte die Rote Armee mit einer groß angelegten Operation aber die fast 200.000 deutschen Soldaten ein.

Die letzten von ihnen gaben Anfang Februar 1943 auf. Viele Soldaten starben zuvor an Hunger, Kälte und Krankheiten. Fast 100.000 Deutsche gerieten in Gefangenschaft, nur 5.000 bis 6.000 von ihren kehrten viele Jahre später wieder zurück. Auch die Rote Armee entrichtete einen hohen Blutzoll. Auf ihrer Seite kamen bei den Kämpfen um die Stadt von Juli 1942 bis Anfang Februar 1943 offiziell 480.000 Soldaten ums Leben.

dapd





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