Griechenland möchte sich nicht von einem anderen Land "vorschreiben" lassen, wann es wählt. Politikerin Dora Bakoyannis auf einem Archivbild aus 2007.
Griechenland möchte sich nicht von einem anderen Land "vorschreiben" lassen, wann es wählt. Politikerin Dora Bakoyannis auf einem Archivbild aus 2007.
Foto: AP Photo/Thanassis Stavrakis

Finanzkrise

Stimmung in Griechenland: Politikerin Bakoyannis fordert Respekt

Epoch Times, Samstag, 18. Februar 2012 09:37

Frankfurt/Main – Die ehemalige Außenministerin von Griechenland, Dora Bakoyannis verlangt von der deutschen Regierung mehr Respekt für das griechische Volk. "Man kann nicht einem ganzen Volk das Misstrauen aussprechen", sagte die Vorsitzende der neu gegründeten Partei Demokratische Allianz der "Frankfurter Rundschau" (Samstagausgabe). Zwar teile sie die Einschätzung, das Griechenland seine Hausaufgaben erledigen müsse, bevor es neue Hilfen bekommen könne. Doch inzwischen hätten die Griechen alle verlangten Reformen und Sparprogramme verabschiedet.

Bakoyannis beklagte besonders die harschen Töne von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). "Ein ausländischer Politiker darf einem Volk und den Parteien eines anderen Landes nicht diktieren, wann Wahlen stattfinden sollen". Womöglich habe Schäuble seine Äußerungen gut gemeint, räumte Bakoyannis ein. "Aber die Griechen empfinden solche Worte als erniedrigend."

Schäuble hatte Griechenland nahe gelegt, den Wahltermin zu verschieben, damit die Zusagen nicht durch einen Regierungswechsel infrage gestellt werden können.

(dapd)



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Griechenland
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