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Die Taliban hatten zunächst das 16-köpfige Team gefangengenommen, nach einigen Stunden aber neun Minensucher freigelassen.
Die Taliban hatten zunächst das 16-köpfige Team gefangengenommen, nach einigen Stunden aber neun Minensucher freigelassen.
Foto: Ahmad Nazar/AP Photo

Überfall in Afghanistan

Taliban entführen Minensucher-Team im Osten Afghanistans

von Rahim Faiez/AP, Mittwoch, 1. Dezember 2010 13:29

Kabul – Im Osten Afghanistans haben die Taliban am Mittwoch sieben Mitglieder eines Minensuchteams entführt. Bei dem Überfall nahe der pakistanischen Grenze seien zwei der vier Fahrzeuge in Brand gesteckt worden, teilte ein Minenexperte der Menschenrechtsgruppe OMAR, Fasel Wahab, mit.

Der Zwischenfall habe sich nahe des Grenzübergangs Torcham in der Provinz Nagarhar ereignet. Die Taliban hätten zunächst das 16-köpfige Team gefangengenommen, nach einigen Stunden aber neun Minensucher freigelassen. Der Chef der Grenzpolizei in Ostafghanistan, General Aminullah Amerchail, sowie der Sprecher des Polizeichefs der Provinz, Hasrat Mohammad, bestätigten die Entführung.

In der südlichen Provinz Kandahar beschlagnahmten afghanische Sicherheitskräfte und NATO-Truppen bei einer gemeinsamen Aktion rund neun Tonnen Sprengstoff, 41 Gewehre, acht Maschinengewehre und Munition. Das teilte die NATO mit. Bei dem Einsatz seien mehr als 20 Aufständische getötet und mehr als 40 Sprengsätze zerstört worden. Hinweise aus der Bevölkerung hätten auf die Spur der Aufständischen geführt.

<>Die Vereinten Nationen empfehlen die Wahl trotz Unregelmäßigkeiten abzuschließen

Ebenfalls am Mittwoch wurden die letzten ausstehenden Wahlergebnisse der Parlamentswahlen bekannt gegeben. In der Provinz Ghasni war es zu Verzögerungen gekommen, nachdem Vorwürfe laut geworden waren, dass es Unregelmäßigkeiten und Einschüchterung von Wählern gab. Das nun veröffentlichten Ergebnis blieb allerdings unverändert im Vergleich zu einer ersten Auszählung. Demnach gehen alle elf Sitze der Provinz an Mitglieder der Hasara. Das Ergebnis hat zu großem Ärger in der paschtunischen Bevölkerungsmehrheit geführt, die sich als entrechtet bezeichnet.

Die Vereinten Nationen begrüßten die Bekanntgabe der letzten Ergebnisse und empfahlen den Wahlbehörden trotz erheblicher Unregelmäßigkeiten und Wahlbetrugs, die Abstimmung zu einem Ende zu führen.

(dapd)/

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