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Trauben weiterhin oft mit gefährlichen Spritzmitteln belastet

Epoch Times, Montag, 15. Januar 2007 05:55

Hamburg – Tafeltrauben in Supermärkten sind nach einer Untersuchung immer noch oft mit giftigen Spritzmitten belastet und können sogar die Gesundheit von Kindern gefährden. Nach Untersuchungen der Umweltorganisation Greenpeace wurden in 7 von 80 Proben aus deutschen und österreichischen Supermärkten überhöhte Pestizidwerte festgestellt. „Für Kinder besteht schon beim einmaligen Verzehr dieser Lebensmittel die Gefahr von unmittelbaren Gesundheitsschäden“, teilte Greenpeace am Freitag in Hamburg.

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Den Angaben zufolge wurde daher gegen Vorstände der verantwortlichen Supermarktketten Strafanzeige wegen der wiederholten Vermarktung gesundheitsgefährdender Lebensmittel erstattet. Laut Greenpeace stammen die belasteten Trauben vor allem aus Mittelmeerländern. Auch andere Obst- und Gemüseprodukte sind nach Angaben der Organisation übermäßig mit Gift belastet, aber bei Trauben sei es am schlimmsten.

Von insgesamt 576 Obst- und Gemüseproben überschritten zwei Prozent (12 Proben) die so genannte Akute Referenzdosis (ARfD). Das ist die Substanzmenge, die über die Nahrung an einem Tag ohne erkennbares Gesundheitsrisiko aufgenommen werden kann.

„Isst ein zwölf Kilogramm schweres Kind nur zehn einzelne Beeren dieser stark belasteten Trauben, kann dies schon seine Gesundheit schädigen“, sagte Greenpeace-Experte Manfred Krautter. Er riet den Verbrauchern zu Bio-Lebensmitteln. Das Waschen der Trauben reiche meist nicht aus. Laut Krautter sind vor allem Trauben aus den Mittelmeerländern reichlich mit Gift belastet. Ware aus Chile, Argentinien oder Südafrika sei weniger belastet. Von den Behörden forderte Greenpeace sofortiges Eingreifen. Schon 2005 hatte Greenpeace hohe Giftbelastungen auf Trauben festgestellt.

(AP)



Schlagworte

Greenpeace, Pestizide, Gemüse
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