Amerikanische Journalisten in Nordkorea verhaftet - Südkoreaner protestieren. (AP Photo/Bullit Marquez, File)
Amerikanische Journalisten in Nordkorea verhaftet - Südkoreaner protestieren. (AP Photo/Bullit Marquez, File)

Pressefreiheit

US-Journalistinnen in Nordkorea zu zwölf Jahren Haft verurteilt

Epoch Times, Montag, 8. Juni 2009 07:04

Seoul – Das Oberste Gericht in Nordkorea hat zwei US-Journalistinnen zu zwölf Jahren Haft verurteilt, wie die amtliche Nachrichtenagentur KCNA meldete. Den zwei Amerikanerinnen wurde illegale Einreise und ein nicht näher bezeichnetes „schweres Verbrechen“ gegen den kommunistischen Staat vorgeworfen. Die Strafe lautete KCNA zufolge „zwölf Jahre Reform durch Arbeit“. Die Formulierung dürfte auf Arbeitslager hindeuten. Nähere Einzelheiten wurden in der Meldung nicht genannt.

Laura Ling und Euna Lee hatten für den kalifornischen Sender Current TV, an dem der frühere US-Vizepräsident Al Gore beteiligt ist, aus der chinesischen Grenzregion zu Nordkorea berichtet. Sie wurden am 17. März in der Nähe des damals zugefrorenen Grenzflusses Tumen festgenommen, während ein Kameramann und ein Führer entkommen konnten. Eine Berufung ist nicht möglich, da das Urteil vom Obersten Gericht verhäng wurde.

Der Prozess ist in eine Zeit wachsender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel gefallen. Nach dem nordkoreanischen Atomwaffentest vor wenigen Tagen und mehreren Raketentests sieht sich das Regime in Pjöngjang mit massiver Kritik der internationalen Staatengemeinschaft konfrontiert. Daher gab es die Sorge, dass Nordkorea den Prozess gegen die beiden Reporterinnen in diesem Konflikt ausnutzen könnte, um die USA unter Druck zu setzen. (AP)

 



Schlagworte

Medien, USA, Nordkorea
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