Die südkoreanischen Truppen wurden in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Verteidigungsminister Kim Tae Young sagte am Dienstagabend, er halte eine Vergeltungsaktion Nordkoreas für möglich. AP Photo/Ahn Young-joon
Die südkoreanischen Truppen wurden in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Verteidigungsminister Kim Tae Young sagte am Dienstagabend, er halte eine Vergeltungsaktion Nordkoreas für möglich. AP Photo/Ahn Young-joon

Wiederaufnahme der Atomgespräche

USA schicken trotz Seegefechts Gesandten nach Pjöngjang

Epoch Times, Mittwoch, 11. November 2009 13:07

Seoul – Trotz des Seegefechts zwischen nord- und südkoreanischen Marineeinheiten im Gelben Meer schicken die USA ihren Sondergesandten Stephen Bosworth nach Pjöngjang. Das teilte Außenministerin Hillary Clinton am Mittwoch in Singapur mit.

Bosworth soll die kommunistische Führung zur Wiederaufnahme der Atomgespräche mit der sogenannten Sechsergruppe bewegen, der neben Nord- und Südkorea China, Japan, Russland und die USA angehören. „Wir denken, das ist ein wichtiger Schritt, der für sich steht“, sagte Clinton.

Auch die südkoreanische Regierung signalisierte Interesse, von dem Zwischenfall nicht die zuletzt wieder etwas verbesserten innerkoreanischen Kontakte belasten zu lassen. „Wir wollen nicht, dass das ein Hindernis in den süd- und nordkoreanischen Beziehungen wird“, sagte Präsidentensprecher Kim Eun Hye in Seoul.

Gleichwohl wurden die südkoreanischen Truppen in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Verteidigungsminister Kim Tae Young sagte am Dienstagabend, er halte eine Vergeltungsaktion Nordkoreas für möglich. Bislang gebe es aber keine ungewöhnlichen Truppenbewegungen auf der anderen Seite der Grenze, teilte ein Sprecher des Generalstabs mit.

Beide Seiten machten sich gegenseitig für das Feuergefecht verantwortlich, bei dem ein nordkoreanisches Patrouillenboot schwer beschädigt und vermutlich ein Besatzungsmitglied getötet wurde. Der ungeklärte Verlauf der Grenze an der Westküste hat bereits 1999 und 2002 zu Zwischenfällen auf See geführt. (AP)



Schlagworte

Korea, USA, Seegefecht, Clinton
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