Rezepte gegen Heißhunger und Zuckersucht. Bild: Kneipp-Verlag
Rezepte gegen Heißhunger und Zuckersucht. Bild: Kneipp-Verlag

Zuckersucht

Warum bei Heißhunger Disziplin oft nichts nützt

von Heike Soleinsky, Mittwoch, 13. März 2013 10:11

Heißhunger nach Süßem? Schon wieder Hunger? Wenn es einem alle zwei Stunden unstillbar nach Zucker oder Kohlenhydraten verlangt, dann hat man nach Imke Jochims vermutlich Zuckersucht. Man meint, man hätte gut gefrühstückt, trotzdem möchte man schon wieder etwas essen. Spätestens am Nachmittag greift man zu Schokoriegel, Kekse oder Kuchen. Dann kommen die Verwürfe gegen sich selbst: hat man denn so wenig Disziplin?

Mit Disziplin habe das nichts zu tun, schreibt Imke Jochims in ihrem neuen Buch „Süchtig nach Süßem? Das Kochbuch zum Ausstieg aus der Zuckersucht". Denn - von psychischen Gründen einmal abgesehen (Zucker dämmt auch Angstgefühle) - käme Heißhunger erst dann, wenn das Gehirn nach Nahrung verlangt. „Es kann sämtliche Sättigungssignale ignorieren, wenn es der Ansicht ist, seine Nahrung, Glukose, zu brauchen. ... Wenn das Gehirn in eine sogenannte Energiekrise gerät, dann befiehlt es Nahrungsaufnahme, auch wenn der Rest des Körpers satt ist."

Heißhunger kommt vom Gehirn

Doch dieser Heißhunger lässt sich mit Sauerkraut oder Selleriestangen nicht stillen. Das Gehirn will die Glukose schnell, so Jochims. Zucker und Kohlenhydrate liefern Glukose schnell. Darum haben wir dann Heißhunger nach Keksen oder Kuchen. Diese lassen den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen. Doch auch der Insulinspiegel schießt nach oben. Mit Insulin wird Glukose in die Muskel- und Fettzellen transportiert. Der Blutzuckerspiegel fällt rapide wieder ab und das Gehirn hat wieder eine Energiekrise. Man hat wieder Heißhunger. „Das Gehirn stirbt binnen weniger Minuten, wenn es keine Nahrung bekommt", schreibt Jochims. Darum sei der Heißhunger immer stärker als jede Selbst-Disziplin.

Rezepte gegen Zuckersucht

Gegen Zuckersucht hilft laut Jochims, das Gehirn gar nicht erst in Energiekrisen geraten zu lassen. Das bedeutet, Lebensmittel auszuwählen, die den Blutzuckerspiegel nicht destabilisieren und „eine hohe Nährstoffdichte im Verhältnis zum Kaloriengehalt haben und somit Krankheiten und Übergewicht vorbeugen."

In ihrem Buch „Süchtig nach Süßem? Das Kochbuch zum Ausstieg aus der Zuckersucht" stellt Jochims diese Lebenssmittel vor und gibt in 60 Anti-Zuckersucht Rezepten Anregungen, wie man sich morgens, mittags, nachmittags und abends aus der Zuckersucht heraus essen kann. Sogar mit schokoladigen Snacks gegen Heißhungerattacken.

Info:

Imke Jochims: Süchtig nach Süßem? - Das Kochbuch zum Ausstieg aus der Zuckersucht

Kneipp-Verlag 2013, 132 Seiten, Hardcover, 17,99 Euro



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