Glatte Straßen haben in mehreren Regionen Deutschlands zu Unfällen geführt.
Glatte Straßen haben in mehreren Regionen Deutschlands zu Unfällen geführt.
Foto: dapd/Jens Schlueter

Zahlreiche Unfälle auf glatten Straßen

Epoch Times, Samstag, 22. Dezember 2012 20:15

Berlin – Glatte Straßen haben in mehreren Regionen Deutschlands zu Unfällen geführt. Schnee und überfrierender Regen verwandelten die Straßen vielerorts in gefährliche Rutschbahnen. Dabei wurden laut Polizeiangaben mehrere Menschen verletzt. Im Süden und Südwesten ließ Dauerregen die Pegelstände der Flüsse ansteigen. Auch für Sonntag ist dem Deutschem Wetterdienst (DWD) zufolge mit anhaltendem Regen und Straßenglätte zu rechnen. Pünktlich zu Weihnachten wird es dann frühlingshaft mild mit Temperaturen bis 16 Grad im Breisgau.

Bei dichtem Schneefall krachte es auf den Straßen in Mecklenburg-Vorpommern gleich mehrfach. Allein im Landkreis Ludwigslust-Parchim kam es nach Polizeiangaben zu 14 Karambolagen. Fünf Menschen wurden verletzt.

Glatteis in vielen Regionen

Auch in Mitteldeutschland führten Schnee, Regen und Glatteis zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Allein in Sachsen-Anhalt kam es auf spiegelglatten Straßen laut Polizei zu mehr als 100 Unfällen, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden. In Thüringen waren auf der Autobahn 4 an zwei aufeinanderfolgenden Unfällen insgesamt zehn Fahrzeuge beteiligt. Die Autos krachten nahe der Abfahrt Apolda ineinander. Auch dort wurden mehrere Fahrzeuginsassen verletzt. 15 Kilometer Stau waren die Folge.

Bei Hildesheim geriet am Samstagmorgen eine Sattelzugmaschine ins Schleudern und durchbrach eine Grundstücksmauer, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde niemand, aber es entstand Sachschaden von 30.000 Euro. Die Polizeiinspektion Cuxhaven/Wesermarsch meldete fünf Unfälle auf glatter Fahrbahn. Dabei gab es einige Leichtverletzte und Blechschäden.

Trotz steigender Temperaturen müssen Autofahrer in Norddeutschland auch am Samstagabend und Sonntag vorsichtig fahren: Der Deutsche Wetterdienst warnte für die Nacht vor allem im Nordosten und im Oberharz vor gefrierendem Regen auf den Straßen.

Die Pegelstände der Flüsse in Rheinland-Pfalz sind bis Samstagnachmittag noch weitgehend stabil geblieben. Der Deutsche Wetterdienst sagte aber für den Abend und die Nacht zum Sonntag teils ergiebigen Dauerregen voraus. Vor allem an der Mosel und ihren Zuflüssen wurde daher wieder mit einem Anstieg gerechnet. Dabei könnten auch die Pegelstände der vergangenen Tage überschritten werden, meldete das Hochwasserlagezentrum in Trier. Das Zentrum befand sich in Bereitschaft. Auch das Hochwasserlagezentrum in Koblenz erwartete ab 20.00 Uhr steigende Pegelstände, aber noch "nichts Dramatisches", wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. Meldestufen würden voraussichtlich nicht erreicht.

Milde Temperaturen an Heiligabend

Am Sonntag fällt der Prognose zufolge im Nordosten noch Schnee, während es in den meisten Teilen des Landes ergiebig regnet. Im Übergangsbereich muss mit gefährlichem Glatteis gerechnet werden. Die Temperaturen bewegen sich zwischen minus 2 Grad auf der Ostseeinsel Usedom und bis zu 15 Grad am Oberrhein.

Heiligabend kann es im Nordosten noch streckenweise glatt sein. Im Süden und teils auch in der Mitte Deutschlands bleibt es trocken, nach Norden und Nordwesten hin wird es im Tagesverlauf trüb und regnerisch. Das Thermometer klettert auf Werte bis 5 Grad im Nordosten und 16 Grad im Breisgau. In den Bergen und an der See sind Sturmböen möglich.

Am ersten Weihnachtstag regnet es vielerorts. Mit Höchstwerten zwischen 7 bis 13 Grad bleibt es mild. Starke Sturmböen sind weiterhin in den Bergen und an der See möglich.

dapd



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Wetter, Winter, Prognose


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