Die Ehrlich Brothers zaubern Schneesturm.
Die Ehrlich Brothers zaubern Schneesturm.
Foto: Ralph Larmann

Vom Leben als Zauberer

Zauberer Chris Ehrlich von den „Ehrlich Brothers“

von Rosemarie Frühauf, Dienstag, 18. Dezember 2012 14:33

 

Anzeige

Die "Zauberer" Chris und Andreas Ehrlich aus Bünde in Westfalen sind die neuen deutschen Magierstars: Derzeit sind die beiden Brüder, (30 und 34 Jahre alt) mit ihrer Show "Magie – Träume erleben!" auf Deutschlandtournee. Bis zum 7.1.2013 läuft dieses aufwendigste Unterfangen, das es in der deutschen Zauberbranche seit 30 Jahren gab.

Epoch Times: Wenn man von Ihrer Show alles Magische subtrahiert, bleibt immer noch fantastisches Familien-Entertainment übrig, von einer Klasse, bei der das deutsche Fernsehen schwer mithalten kann ...

Chris Ehrlich: Das freut mich! Wir wollen ja nicht nur tolle Tricks und Illusionen präsentieren, sondern das Ganze auch zu etwas richtig Einzigartigem machen: Durch die Kombination mit unterhaltsamen Geschichten, Lichtdesign und musikalischer Inszenierung. Und durch die Einbeziehung von Zuschauern, was wir sehr lieben. Dieser Stil ist im Laufe der Jahre entstanden.

ET: Wie haben die Ehrlich Brothers angefangen?

Ehrlich: Wir zaubern seit Kindesbeinen. Mein Bruder Andreas begann mit einem Zauberkasten. Da wir nicht durch Künstlereltern vorbelastet waren, war es dementsprechend schwer, uns durchzusetzen und zu beweisen, dass man vom Zaubern leben kann.

Unser Papa war Werkzeugmacher und hatte zu Hause einen kleinen Werkzeugkeller, der rückwirkend betrachtet, eine ganz wichtige Grundlage für unsere Karriere war, weil wir dort schon als Kinder mit Hammer, Bohrer und Säge auf Tuchfühlung gehen konnten.

Wir bauen ja alles selbst. Heute haben wir ein großes Team von Ingenieuren, Schlossern und Metallarbeitern, die mitwirken. Aber die ersten Prototypen bauen meist mein Bruder und ich.

ET: Wie ist das für Sie als Geschwister, einen so engen gemeinsamen Weg zu gehen?

Ehrlich: Das ist ein sehr hohes Gut, über das wir uns sehr bewusst sind. Es ist nicht irgendein Partner, den man sich neu aussuchen kann, falls man sich verkracht – es ist der eigene Bruder. Ein Geschenk. das man annehmen muss und das auch gehegt und gepflegt werden will!

ET: Da sitzen zweitausend Leute in Ihrer Zaubershow und keiner traut sich zuzugeben, dass er an übernatürliche Phänomene glaubt ...

Ehrlich: Außer Ihnen!

ET: Außer mir, ja. Wie war das in den anderen Shows?

Ehrlich: So ähnlich. Es gab vereinzelte Zwischenrufe. Aber unsere Show beruht ja nicht auf dem Glauben an das Übernatürliche. Wir möchten eine schöne Zeit mit den Zuschauern verbringen, eine schöne Show für die ganze Familie machen und kleine magische Wunder vollbringen. Es gibt eben nicht nur was zum Staunen, sondern mindestens genauso viel zum Lachen. Es ist uns ganz wichtig, uns nicht als übernatürliche „Mystiker“ zu inszenieren.

ET: Das wirkt auch sehr entspannt. Worin sehen Sie als Zauberer Ihren Auftrag?

Ehrlich: Unser Auftrag ist, Menschen zu unterhalten. Und insbesondere: Erwachsene wirklich wieder zu Kindern werden zu lassen.

Die Emotion des Erstauntseins ist eine unheimlich starke Emotion, die man nur noch sehr selten bekommt, je älter man wird. Kinder sind häufig erstaunt. Dieses Erstauntsein ist etwas unheimlich Tolles. Man betrachtet etwas mit offenem Mund – und staunt. Und bekommt automatisch ein Lächeln im Gesicht. Das ist etwas so grundsätzlich Positives. Diese Emotion gibt es kaum im Alltag. Für uns ist es einfach das Schönste, in viele Kindergesichter zu schauen von Personen, die deutlich über 30, 40, oder 50 Jahre alt sind!

ET: Ihre Show verbreitet definitiv Heiterkeit.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die Idee Schienen von ThyssenKrupp zu verbiegen

« »


Folgen Sie unseren aktuellen Nachrichten

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige