Titelbild eines chinesischen Online-Spieles, das der Propaganda dient.
Titelbild eines chinesischen Online-Spieles, das der Propaganda dient.
Foto: NTD Television

NTD Television

Zocken für die Partei – Chinas Online-Spiele dienen der Propaganda

Epoch Times, Dienstag, 29. Januar 2013 22:43

Man kann es kaum glauben, Spielekonsolen sind in China verboten. Und das bereits seit dreizehn Jahren. Videospiele schaden der Jugend der Nation, heißt es seitens des Regimes.

Aber, wie kürzlich durch die britische Zeitung The Telegraph berichtet, fördern die Behörden der Kommunistischen Partei nun kräftig Online-Spiele, um die kommunistische Ideologie zu propagieren.

China hat geschätzt 120 Millionen Online-Spieler. Die Nanjing Militärregion und Giant Network Technology aus Wuxi haben gemeinsam ein militärisches Online-Spiel entwickelt. Es nennt sich „Ruhmvolle Mission“ und wurde 2011 der Volksbefreiungsarmee zur Verfügung gestellt. Dann, Mitte 2012, kam die zivile Version auf den Markt.


Zurzeit sind beide upgegradete Versionen in Läden und auch im Internet erhältlich. Das ist nur ein Beispiel für eine Multimillionen-Dollar-Anstrengung, junge Gamer zu indoktrinieren.

[Zhu Xinxin, ehemaliger Redakteur, Hebei Volksradio]:
„Das Regime weiß, dass es unmöglich ist, Online-Spiele in China zu beseitigen. So macht es von diesen Spielen Gebrauch, um seine Ideologie auszubreiten. Hauptsächlich ist das KP Regime eine ‚Theokratie’, die die Nation wirtschaftlich, kulturell und psychologisch kontrolliert.“

Am 20. Januar berichtete The Telegraph, dass „Ruhmvolle Mission“ das Produkt von sieben Propaganda-Beamten ist und von Chinas Armee beaufsichtigt wurde. Der Zweck des Spieles ist, (Zitat) „Grundwerte des Militärs in die Spieler einzuflößen, während sie eine Reihe von Kampfmissionen ausführen.“

Viele dieser sogenannten „Roten Spiele“, haben den Krieg mit Japan 1937-1945 zum Thema. Andere greifen mehr moderne Szenarios auf, wie „Widerstands-Krieg“ und „Schützen der Diaoyu-Inseln“, entwickelt von Shenzhen ZQ Game Technology.

Das Unternehmen sagte den Medien, die Zentralbehörden des Regimes hätten viel Unterstützung gegeben. Laut The Telegraph hat ZQ Games von der Regierung Zuschüsse und Steuervergünstigungen erhalten. Das Unternehmen gehört teilweise der Kommunistischen Jugendliga, eine Zweigstelle der KP.



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