Nyon – Der Schweizer Ackerbau hat im laufenden Jahr unter relativ grossem Pilzbefall gelitten. Die milden Temperaturen im Monat April haben zu einem besonders frühen Auftreten von Rostkrankheiten geführt, wie die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil am Freitag mitteilte. „Das Jahr hat schlecht angefangen“, erklärte Peter Frei von der Forschungsanstalt. Die darauf folgende kühlere Phase habe die Entwicklung aber wieder abgebremst. Die Anstalt verfolgt die Entwicklung der Pilzkrankheiten beim Getreide regelmässig. Für eine wirksame, durchdachte Bekämpfung sei eine gute Kenntnis der Epidemiologie der für diese Krankheiten verantwortlichen Organismen unerlässlich. So wiesen die Beobachtungen beispielsweise nach, dass die ersten Symptome der Sprenkelnekrose in Gerste, einer Krankheit, die in der Schweiz erstmals Ende der 90-er-Jahre auftrat, im allgemeinen zeitlich mit dem Blütebeginn zusammenfallen. Zudem erlauben die Beobachtungen auch die Überprüfung der Pflanzenschutz-Schadschwellen, die integrierten Bestandteil der Richtlinien zum Ökologischen Leistungsnachweis bilden. Die Erträge der beobachteten unbehandelten Parzellen werden dabei mit jenen verglichen, die einer Fungizidbehandlung unterzogen werden. (AP)
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