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Adidas soll sich für Menschenrechte in China und Tibet einsetzen

Epoch Times Deutschland

30.10.2006

Berlin  – „Der Sportartikelhersteller Adidas steht als Hauptpartner der umstrittenen Olympischen Spiele in Peking 2008 in einer besonderen Verantwortung und muss daher öffentlich für Menschenrechte in Tibet und China eintreten“, erklärte die International Campaign for Tibet Deutschland (ICT) anlässlich des Starts ihrer Aktion „Sponsor gesucht“. Mit der Aktion will die Organisation auf die Verantwortung des deutschen  Traditionsunternehmens hinweisen, das in China durch seinen wirtschaftlichen Einfluss viel bewegen könne. „Die Olympiade in Peking ist eine Gefahr für Tibet, wenn sie zu Propagandaspielen verkommt, bei denen der schöne Schein regiert und nicht das klare Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit“, fügte ICT-Geschäftsführer Kai Müller hinzu. Adidas müsse daher öffentlich ein Ende der Menschenrechtsverletzungen in Tibet fordern und sich gegenüber seinen chinesischen Geschäftspartnern für eine friedliche Lösung des Tibet-Konflikts stark machen.

Das Unternehmen ist seit mehr als 20 Jahren auf dem chinesischen Markt tätig. Adidas rechnet nach eigener Aussage damit, in China bis 2010 einen Umsatz von über einer Milliarde EURO zu erzielen und mit Beendigung der Olympischen Spiele sein Geschäft in ganz Asien verdoppelt zu haben. Das Unternehmen war Anfang 2005 zum offiziellen „Sportswear Partner“ der Olympischen Spiele 2008 in Peking ernannt worden und stattet exklusiv die chinesische Olympia-Mannschaft aus. 

Mit der Aktion „Sponsor gesucht“ ruft ICT seine Unterstützer in Deutschland dazu auf, Adidas Vorstandschef Herbert Hainer mit Postkarten und E-Mails zum Handeln zu bewegen. Der Aufruf ist Teil der internationalen Olympia-Kampagne von ICT „Race for Tibet“, mit der weltweit die Aufmerksamkeit auf die Menschenrechtsverletzungen auf das „Dach der Welt“ gelenkt werden soll. Bis heute, so ICT, sei die politische und menschenrechtliche Lage in Tibet angespannt, werde die Religions- und kulturelle Freiheit der Tibeter unterdrückt.

(ots)

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