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Länder-Info Ägypten

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28.11.2011

Die Pyramiden von Gizeh, ein Wahrzeichen von Ägypten.   Foto: AP Photo/Amr Nabil
Die Pyramiden von Gizeh, ein Wahrzeichen von Ägypten.

Foto: AP Photo/Amr Nabil

Frankfurt/Main – Die Präsidialrepublik Ägypten ist mit rund 80 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste arabische Land. Allein in der Hauptstadt Kairo leben schätzungsweise acht Millionen Menschen. Rund 90 Prozent der Ägypter sind Muslime, die restlichen sind überwiegend koptische Christen. Die Geschichte des Landes lässt sich mehr als 5.000 Jahre weit zurückverfolgen.

Von der Zeit der Pharaonen 3.200 vor Christus bis zur Eroberung durch Alexander den Großen 333 vor Christus war Ägypten ein unabhängiges Königreich. Später folgten als Eroberer Römer, Perser, Araber – die den Islam einführten -, Osmanen, Franzosen und Briten. 1922 wurde das Land als parlamentarisches Königreich unabhängig.

1952 stürzten Offiziere unter Führung von Gamal Abd el Nasser König Faruk I.. Nasser handelte den Abzug der britischen Truppen aus und verstaatlichte den Suezkanal. Staatspräsident Anwar al Sadat unterzeichnete 1979 den ersten Friedensvertrag eines arabischen Landes mit Israel. Sadat wurde 1981 von militanten Islamisten ermordet.

Ihm folgte im Präsidentenamt Hosni Mubarak, der ab dem 14. Oktober 1981 ägyptischer Staatschef war. Am 11. Februar 2011 trat er nach wochenlangen Protesten zurück. Auch während Mubaraks knapp 30-jähriger Regierungszeit spielte Ägypten eine wichtige Rolle im Nahost-Friedensprozess.

Ägypten hat die zweitgrößte Wirtschaft im arabischen Raum. Haupteinnahmequellen des Landes sind der Tourismus, der Suezkanal sowie der Verkauf von Erdöl und Erdgas. Diese Einnahmequellen sind allerdings von großen Schwankungen betroffen. Die ägyptische Volkswirtschaft ist vom Dienstleistungssektor, vor allem dem Handel, geprägt.

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes lag die Arbeitslosigkeit in Ägypten Ende 2009 offiziell bei 9,4 Prozent, inoffizielle Schätzungen gehen aber von über 20 Prozent aus. Die geografischen Bedingungen beschränken die landwirtschaftliche Nutzung auf rund drei Prozent der Landesfläche entlang des Nils, im Delta und in einigen Oasen. Rund 97 Prozent des Landes sind Wüste.

Das Land erhält von den USA Hilfe in Milliardenhöhe. An zweiter Stelle der Länder, die Ägypten Entwicklungshilfe zukommen lassen, folgt Deutschland. (dapd)

 

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