Psyche – Ängste kleiner Kinder und von Jugendlichen ernst nehmen – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Psyche

Zuwendung meist hilfreich Ängste kleiner Kinder und von Jugendlichen ernst nehmen

DAPD

09.06.2012

Ängste kleiner Kinder und von Jugendlichen ernst nehmen.  Foto: Alexandra H.  / pixelio.de
Ängste kleiner Kinder und von Jugendlichen ernst nehmen.

Foto: Alexandra H. / Pixelio

Berlin – Eltern sollten auch Ängste kleiner Kinder und von Jugendlichen ernst nehmen und auf sie eingehen. Häufig helfe Zuwendung und körperliche Nähe, um Ängste bei Kinder und Jugendlichen ihre Bedrohlichkeit zu nehmen, sagt Ingo Spitczok von Brisinski vom Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP). Gelinge es aber über einen längeren Zeitraum nicht oder nicht mehr, die Angst auf ein 'normales' Maß zu reduzieren, sollten Eltern professionelle Hilfe suchen.

Ängste seien oft altersspezifisch, erklärt Spitczok von Brisinski: "So haben Babys zwischen sechs und neun Monaten häufig Angst vor Fremden, bei Einjährigen überwiegen Trennungs- und Verlustängste, Drei- und Vierjährige fürchten sich vor der Dunkelheit, dem Alleinsein oder Figuren, die ihnen etwas Böses wollen." Zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr könnten sich Leistungsängste und soziale Phobien entwickeln.

Entwicklungsbedingte Ängste verschwänden häufig von alleine, sagt Spitczok von Brisinski. Wichtig sei die Unterstützung der Eltern. "Die Nähe zu Bezugspersonen ist wichtig, sonst können übergroße Ängste entstehen, die sich weit in die spätere Entwicklung ziehen."

Schätzungsweise fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind von Angststörungen betroffen. Sie gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Kinder- und Jugendalter.    (dapd)

 

Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.

Folgen Sie uns auf Facebook , Twitter und Google+.

 
Anzeige
Anzeige