Berlin - Wegen der Tarifeinigung an den Unikliniken glaubt der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, fest an ein Ende der monatelangen Streiks. Er sei sicher, dass die Mitglieder der Ärztegewerkschaft dem am Vortag vereinbarten Tarifkompromiss zustimmen würden, sagte Hoppe am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Ein längerer Streik hätte bei den Verhandlungen wohl nicht weitergeführt, zumal das Hauptziel - ein eigener arztspezifischer Tarifvertrag - erreicht worden sei.
Marburger Bund und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatten am Freitag in Berlin eine faktische Anhebung der Entgelte von Ärzten an Unikliniken und Landeskrankenhäusern um zehn bis 16 Prozent vereinbart. Außerdem verständigten sich beide Seiten nach dreimonatigem Arbeitskampf auf bessere Arbeitsbedingungen.
Hoppe begrüßte in dem Radiointerview insbesondere, dass nun die Ärzte selbst entscheiden könnten, ob und wie viele Überstunden sie machen wollen. Gleichzeitig bedauerte er die ungleichen Tarifabschlüsse in Ost- und Westdeutschland. Dies werde bei den ostdeutschen Ärzten mit Recht Proteste auslösen. In den Verhandlungen sei jedoch nicht mehr zu erreichen gewesen.
(AP)
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