Aktuelle Nachrichten – International
14.08.2007
Kabul – Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat Vorwürfe des Westens zurückgewiesen, Teheran unterstütze die Taliban mit Waffen. Er habe „ernsthafte Zweifel“ an solchen angeblichen Waffenlieferungen nach Afghanistan, sagte Ahmadinedschad am Dienstag bei einem Besuch in Kabul. Die USA wollten mit diesen Anschuldigungen ein freundschaftliches Verhältnis zwischen dem Iran und Afghanistan verhindern, sagte Ahmadinedschad auf einer Pressekonferenz mit seinem afghanischen Kollegen Hamid Karsai.
Ähnliche Vorwürfe gegen den Iran gebe es auch mit Blick auf den Irak, antwortete Ahmadinedschad auf die Frage eines Journalisten. „Ich habe ernsthafte Zweifel bei diesem Thema.“ Ahmadinedschad hält sich zum ersten Mal in Afghanistan auf.
US-Präsident George W. Bush hatte in der vergangenen Woche auf einer Pressekonferenz mit Karsai erklärt, seiner Meinung nach spiele der Iran eine destabilisierende Rolle in Afghanistan. Die US-Streitkräfte haben Teheran außerdem vorgeworfen, schiitische Milizen im Irak mit Waffen zu beliefern. Der frühere britische Premierminister Tony Blair schrieb im Mai im Magazin „Economist“, es sei eindeutig, dass die Taliban Waffen von „Elementen des iranischen Regimes“ erhielten. (AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Ahmadinedschad bekräftigt Festhalten am Atomprogramm
(07.08.2007)
Du sollst den Kern nicht spalten!
(05.08.2007)
UN-Inspekteure untersuchen iranische Atomanlage
(30.07.2007)