Foto: © 2012 AP. Photographer: Ng Han Guan/AP/dapd
Berlin – Der wegen seiner gesellschaftlich engagierten Kunst verfolgte Ai Weiwei hat auf die Vergabe des Literaturnobelpreises an seinen chinesischen Landsmann Mo Yan reserviert reagiert. Der Künstler sagte der Zeitung "Die Welt" (Freitagausgabe): "Ich akzeptiere das politische Verhalten von Mo Yan in der Realität nicht. Er ist möglicherweise ein guter Schriftsteller. Aber er ist kein Intellektueller, der die heutige chinesische Zeit vertreten kann." Moderne Intellektuelle hätten eine tief gehende Beziehung zur aktuellen Realität des Landes China. "Einen Nobelpreis an jemanden zu geben, der von der Realität abgehoben lebt, ist eine rückständige und unsensible Verfahrensweise. Dennoch gratuliere ich ihm dazu", sagte Ai.
dapd
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