Paris – Airbus hat im Prestigeduell mit Boeing um Neuaufträge für ihre modernsten Langstreckenjets am Mittwoch weiter gepunktet: Der europäische Flugzeugbauer verbuchte einen Festauftrag der russischen Aeroflot für 22 Maschinen des Typs A350 XWB. Zudem unterzeichneten die libysche Afriqiyah Airways und die indische Kingfisher Airlines Kaufabsichtserklärungen für weitere 21 Maschinen des Typs. Dies gab Airbus am dritten Tag der Pariser Luftfahrtmesse Le Bourget bekannt.
Am Vortag zog Boeing 50 Festbestellungen für seinen Dreamliner genannten B787 an Land. Zu Beginn der Messe am Montag hatte wiederum Airbus mit 90 Orders für den A350 den Tagessieg geholt. Alte Aufträge mitgerechnet steht es jetzt 647 für Boeing zu 127 für den A350 XWB. Hauptgrund für den Rückstand: Der neue Airbus geht erst ab 2013 an die Kunden, fünf Jahre später als das US-Fabrikat. Beide Maschinen sind die ersten auf dem Markt, die zum großen Teil aus Kunststoff gefertigt werden. Deswegen sind sie leichter und effizienter.
Airbus-Chef Louis Gallois sagte, mit dem Vertrag von Aeroflot im Volumen von 2,4 Milliarden Euro (Listenpreis) werde die langjährige Partnerschaft bis weit in die Zukunft hinein fortgesetzt. Der A350 XWB werde „mehr Passagiere zu geringeren Betriebskosten fliegen als jedes andere Produkt im Segment der 270- bis 350-Sitzer“. Erst vor zehn Tagen hatte Aeroflot den Kauf von 22 Dreamlinern bekannt gegeben.
Kingfisher Airlines bestellte bei Airbus insgesamt 50 Flugzeuge für 5,2 Milliarden Euro, neben 15 A350 auch Maschinen von den Typen A320, A330 und A340. Afriqiyah orderte neben sechs der Langstreckenjets fünf Kurzstreckenflieger vom Typ A320. Zudem gewann Airbus die Etihad Airways aus den Vereinigten Arabischen Emiraten als Kunden für zwölf Großraumflugzeuge. (AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Airbus sammelt weitere Großaufträge
(18.06.2009)
Auftragsfestival auf Pariser Flugschau geht weiter
(19.06.2007)
Wegen Airbus-Sanierung fallen hauptsächlich in Deutschland und Frankreich Stellen weg
(28.02.2007)
Wulff erwartet faire Lastenverteilung bei Airbus-Sanierung
(27.02.2007)
Spanien will Beteiligung an Airbus-Projekt vergrößern
(05.10.2006)
EADS will Bundesregierung zur Lösung der Airbus-Krise einbinden
(05.10.2006)
Ruf nach stärkerem deutschen Engagement bei Airbus wird lauter
(05.10.2006)