Rio de Janeiro – Aktivisten haben am Montag eine Anlage des Schweizer Agrochemiekonzerns Syngenta im Nordosten Brasiliens gestürmt. Sie protestierten damit gegen Versuche mit gentechnisch verändertem Saatgut und gegen den Tod eines ihrer Kameraden bei einer ähnlichen Aktion im vergangenen Oktober, wie der Koordinator der Bauernbewegung Via Campesina sagte. Hunderte von Aktivisten hätten die Anlage in der Nähe der Stadt Cajazeiras gestürmt, die Zufahrten für die Arbeiter blockiert, Zäune niedergerissen und Treibhäuser zerstört.
Die Aktion sei Teil der Kampagne „Syngenta weg von Brasilien“ gewesen und aus Anlass des Internationalen Tags der Menschenrechte ausgelöst worden. Die Aktivisten wollen erreichen, dass die brasilianische Regierung gentechnisch verändertes Saatgut verbietet. Der Protest richtete sich zudem gegen den Tod eines Aktivisten bei einer ähnlichen Aktion im vergangenen Oktober im Süden des Landes. Damals war auch ein Angehöriger einer Sicherheitsfirma getötet worden.
Nach Angaben des Unternehmens beteiligten sich rund 80 Personen an der Protestaktion. Die Sicherheitsleute seien vorher aufgefordert worden, sich zurückzuziehen um Konfrontationen zu vermeiden. Syngenta steht in Brasilien seit längerem im Kreuzfeur der Kritik. (AP)
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