Berlin - US-Präsident George W. Bush hätte die Milliarden für den Irak-Krieg nach Ansicht von Ex-Vizepräsident Al Gore in Klimaschutz und Energieforschung investieren sollen. «Das wäre besser gewesen, als ein Land anzugreifen, das uns gar nicht attackiert hat», sagte Gore der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Dienstagausgabe). Die USA wären so unabhängiger vom Erdöl und damit sicherer geworden. Gore ist Hauptdarsteller in seinem Dokumentarfilm «Eine unbequeme Wahrheit» über die Gefahren einer Klimakatastrophe.
Nach dem Ende der Ära Bush werde sich in Amerika schnell die Einsicht durchsetzen, dass die im Kyoto-Protokoll vorgesehene Reduktion der Treibhausgase um rund fünf Prozent gegenüber 1990 das Mindeste sei, was man tun müsse, um den Klimawandel aufzuhalten, sagte Gore. Er prophezeite: «Fünfzehn Minuten nachdem Bush sein Büro verlassen hat, wird Amerika eine andere Klimaschutzpolitik betreiben.» Das heiße es schon jetzt in den Vorstandsetagen der größten amerikanischen Konzerne. Mit Hilfe neuer Technologien könnten enorme Mengen an Treibhausgas-Emissionen gespart werden.
(AP)
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