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Täuschungsmanöver Al-Kaida-Anschlag laut Behörden dank Doppelagent vereitelt

Adam Goldman und Eileen Sullivan und Matt Apuzzo / AP

09.05.2012

Heute jährt sich der Tod des Gründers des Terrornetzwerkes Al-Kaida zum ersten Mal. Bin Laden wurde in der Nacht zum 2. Mai 2011 bei der Erstuermung seines Anwesens in Pakistan von US-Soldaten erschossen. Foto: Pete Souza/The White House/dapd
Heute jährt sich der Tod des Gründers des Terrornetzwerkes Al-Kaida zum ersten Mal. Bin Laden wurde in der Nacht zum 2. Mai 2011 bei der Erstuermung seines Anwesens in Pakistan von US-Soldaten erschossen.

Foto: Pete Souza/The White House/dapd

Washington – Ein Doppelagent hat die jüngsten Anschlagspläne des Terrornetzwerks Al-Kaida durchkreuzt. Der als Selbstmordattentäter Auserkorene war nach Angaben aus Behördenkreisen ein Informant des amerikanischen und des saudiarabischen Geheimdienstes. Gewährsleute in den USA und im Jemen bestätigten der Nachrichtenagentur AP am Dienstag die zuvor von der "Los Angeles Times" gemeldete Kooperation.

Der Informant habe den Sprengsatz den Behörden übergeben und sei in Sicherheit gebracht worden, hieß es. Die Sicherheitsdienste hatten zuvor gemeldet, mit der Sicherstellung der Bombe sei ein mögliches Attentat des Terrornetzwerks Al-Kaida auf ein Passagierflugzeug frühzeitig vereitelt worden. Die Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel habe mit dem Anschlag eine Maschine auf dem Weg in die USA zerstören wollen. Die CIA sei rechtzeitig eingeschritten.

Der Sprengsatz war den Angaben zufolge eine Weiterentwicklung jener in einer Unterhose versteckten Bombe, die im Dezember 2009 in einem Flugzeug über Detroit zum Einsatz gekommen war, aber nicht explodierte. Er enthielt Bleiazid, eine Chemikalie, die als zuverlässiger Zünder gilt. Bleiazid wurde auch in Bomben verwendet, die 2010 von Al-Kaida an Bord von Frachtflugzeugen geschmuggelt wurden. Auch sie wurden von den Behörden vor ihrer Explosion entdeckt.

Sorge wegen Flughafensicherheit im Ausland

Da der neue Sprengsatz keine Metallteile enthalten haben soll, hätten Metalldetektoren an Flughäfen wohl nicht angeschlagen. Experten glauben, dass die an den meisten US-Flughäfen eingesetzten Körperscanner ihn vermutlich hätten ausfindig machen können. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des US-Repräsentantenhauses, Mike Rogers, sagte, für Reisende in den USA werde sich vermutlich nicht viel ändern. Es bestehe aber die Sorge, "dass die Sicherheit in Übersee die unsrige nicht erreicht. Das ist eine fortdauernde Herausforderung."

US-Präsident Barack Obama habe im April von dem Anschlagsplan erfahren, sagte eine Sprecherin des Weißen Hauses. Ihm sei versichert worden, dass der Sprengsatz keine Gefahr darstelle. (dapd)

 

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