Aktuelle Nachrichten – Deutschland
08.02.2012
Foto: Harald Tittel/dapd Photo
Berlin/Offenbach – Nach dem strengen Frost der vergangenen Tage nähern sich die Temperaturen in einigen Regionen Deutschlands der Null-Grad-Marke an. Verbreitet werden in den kommenden Tagen Temperaturen von minus zwei bis minus zehn Grad Celsius erreicht. Die Meteorologen nennen das mäßigen Frost. Nachts kann es mit bis zu minus 16 Grad aber durchaus noch strengen Frost geben, wie der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch mitteilte. Flüsse, Kanäle und Küstengewässer frieren immer weiter zu.
Seit Mittwoch fahren auf dem Mittellandkanal, der Elbe und den Dortmund-Ems-Kanal verbindet, keine Schiffe mehr. Auf Main und Donau ist die Schifffahrt stark eingeschränkt, der Main-Donau-Kanal bleibt weiterhin gesperrt.
Auch in Nord- und Ostsee treiben massenhaft Eisschollen herum. Die Nordseeinsel Spiekeroog muss zum zweiten Mal in ihrer Geschichte aus der Luft versorgt werden. Viele Urlauber sitzen dort fest. Vom ostfriesischen Neuharlingersiel wurde am Mittwoch eine Luftbrücke gestartet. Per Hubschrauber wurden Passagiere und Frachtgut hin- und hergeflogen. Per Flugzeug ist Spiekeroog nicht zu erreichen, weil es als einzige der sieben ostfriesischen Inseln keinen Flugplatz hat.
Auch in der Ostsee ist der sogenannte Eisgang erheblich. Dort geleiten seit Tagen sämtliche verfügbaren Eisbrecher die Frachter zu den Häfen.
Hamburger hoffen auf Alstereisvergnügen
Für andere hat der Frost etwas Positives: In Hamburg könnte zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder ein Alstereisvergnügen stattfinden. Am Nachmittag wollte die städtische Umweltbehörde ihre Entscheidung dazu bekannt geben. Beim bisher letzten offiziellen Alstereisvergnügen 1997 standen rund 150 Buden auf dem zugefrorenen innerstädtischen Gewässer – damals wurde eine Eisdicke von 30 Zentimetern gemessen. Nötig für das Alstereisvergnügen sind mindestens 20 Zentimeter "blasenfreies Eis", wie ein Behördensprecher sagte.
Wenn es um kalte Temperaturen geht, ist auch immer wieder von der sogenannten "gefühlten Temperatur" die Rede. Bei starkem Wind kühlt unter anderem aufgrund des Verdunstungseffektes die Haut besonders stark aus, wie der Diplom-Meteorologe Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst erklärt. Um das auszugleichen, werde aus dem Körperinneren ständig Wärme nachgeführt, die der Hautoberfläche jedoch sofort wieder entzogen werde. So könne es auch zu Erfrierungen bei starken Frost-Temperaturen kommen.
(dapd)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Kältewelle: Meteorologen messen neue Rekorde für Deutschland
(06.02.2012)
Mittellandkanal wird für Schifffahrt gesperrt
(06.02.2012)
(03.02.2012)