Panorama - Aktuelle Nachrichten – Amerikanische Osterhasen kommen in Tierheime – Sue Manning
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Aktuelle Nachrichten – Panorama

Tierschutzorganisation Humane Society Amerikanische Osterhasen kommen in Tierheime

Sue Manning

19.04.2011

Die erste Begeisterung bei Kindern lasse schnell nach und die Hasen landen oft in der Garage oder im Keller, bevor die Eltern sie schließlich in einem Heim abgeben. Foto: Focke Strangemann/AP Photo
Die erste Begeisterung bei Kindern lasse schnell nach und die Hasen landen oft in der Garage oder im Keller, bevor die Eltern sie schließlich in einem Heim abgeben.

Foto: Focke Strangemann/AP Photo

Los Angeles – In den Wochen und Monaten nach Ostern landen jedes Jahr Hunderte von Hasen in amerikanischen Tierheimen. Familien, die sich die niedlichen und vermeintlich pflegeleichten Haustiere für die Feiertage angeschafft haben, sind von der Haltung der Hasen überfordert.

"Die Leute beginnen einige Woche nach Ostern, ihre Hasen in Tierheimen abzugeben", sagt Adam Goldfarb, Direktor des Programms für gefährdete Haustiere der Tierschutzorganisation Humane Society. "Das geht dann weiter bis Mitte Juli." Die erste Begeisterung bei Kindern lasse nach und die Hasen lande oft in der Garage oder im Keller, bevor die Eltern sie schließlich in einem Heim abgeben, so Goldfarb.

Hasen können zwar auch dazu trainiert werden, an einer Leine zu gehen, doch sind sie alleine im Freien werden sie oft zu Opfern von Hunden, Füchsen oder Eulen. "Hasen leben in fortwährender Angst, dass jemand sie auffrisst", sagt der US-amerikanische Haustier-Experte Marc Morrone, der selbst einen Hasen besitzt. Auch auf Kinder, die sie tragen wollen, reagieren Hasen nervös, sie treten und wehren sich gegen das ungewohnte Gefühl vom Boden aufgehoben zu werden. Wenn sie aber merken, dass sie in Sicherheit sind, könnte man aber die wahre Natur der Hasen sehen, so Morrone, der in den USA eine Haustiersendung im Fernsehen moderiert. "Sie sind sehr anhänglich." Indem sie mit dem Fuß aufstampfen, heißen sie unter anderem ihr Herrchen willkommen.

Im Durchschnitt leben Hasen zwischen acht und zwölf Jahre und bedürfen ähnlicher Pflege wie Katzen oder Hunde. Sie müssen kastriert werden, bekommen Krankheiten und brauchen Platz, um sich zu bewegen. Innerhalb der Wohnung nagen sie gerne an Kabeln oder Teppichen. Um den Hasen einen guten Lebensraum zu garantieren, brauchen sie einen Rasen und eventuell einen Korb als Schlafplatz.

Auch ein Haus mit Hasen sauber zu halten, ist im Grunde kein Problem. Hasen sind sauber und können sogar so weit trainiert werden, dass sie auf eine Box gehen wie Katzen. Achten sollte man auf Geräusche der Hasen. Wenn sie durch etwas in Panik versetzt werden, können die ansonsten stummen Tiere sogar schreien. Sind sie verärgert, geben sie ein Grunzen von sich.

Sollte man überlegen, sich einen Hasen anzuschaffen, rät Morrone sich genau zu informieren und die Tiere aus einem Heim zu holen. "Hasen sind schon gute Haustiere", glaubt er, "aber nur für die richtigen Menschen."

(dapd)

 

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