London - Trotz der Veröffentlichungen über das Gefängnis Abu Ghraib werden im Irak nach Darstellung von Menschenrechtlern weiter Insassen gefoltert. Dies ist das Ergebnis eines am Montag veröffentlichten Berichtes der Organisation Amnesty International. Demnach werden Gefangene etwa mit Plastikkabeln geschlagen oder mit Elektroschocks gequält. Eine Sprecherin der US-Streitkräfte sagte dagegen, dass alle Gefangenen entsprechend den internationalen und irakischen Gesetzen behandelt würden.
Amnesty zufolge wurden für den Bericht frühere Insassen, Verwandte von derzeitigen Insassen sowie Anwälte befragt. Die Organisation kritisierte, dass einige Gefangene zwei Jahre lang ohne Rechtsmittel oder Entschädigung festgehalten worden seien. Das System sei willkürlich und lade zum Missbrauch ein. Amnesty forderte, Gefangene müssten einen Verteidiger bekommen und vor ein unparteiisches Gericht gestellt werden. Die amerikanischen, britischen und irakischen Behörden müssten außerdem Misshandlungsvorwürfe aufklären.
© 2005 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten - All Rights Reserved
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
(25.02.2006)
Amnesty erhebt Foltervorwürfe gegen Georgien
(23.11.2005)
„Mehr Rückgrat“ gegenüber China
(18.11.2005)
Amnesty kritisiert die Ukraine
(27.09.2005)
Amnesty - Kampf gegen den Terrorismus gefährdet Menschenrechte
(11.03.2005)