Hamburg – Angriffe auf private und behördliche Computer über das Internet werden nach Einschätzung von Experten zu einem immer größeren Problem. Bei einer Umfrage des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gab mehr als ein Drittel der Teilnehmer an, schon einmal in Kontakt mit einem Schadprogramm gekommen zu sein, wie die „Bild am Sonntag“ berichtet. Solche Programme werden zumeist in unerwünschten Werbemails verschickt und können private Daten etwa beim Online-Banking ausspähen.
Fast zwei Drittel (60 Prozent) erklärten zudem, dass ihr Computer schon einmal von Viren oder Würmern betroffen gewesen sei. Das geht dem Bericht zufolge aus einer Befragung von Computernutzern für einen aktuellen BSI-Lagebericht zur IT-Sicherheit hervor. Auch Firmen und Behörden stünden im Fokus der Internet-Betrüger: „In Zeiten der E-Mail-Kommunikation gibt es kaum eine Organisation, die von Online-Angriffen verschont ist“, sagte der Präsident des Bundesamts, Udo Helmbrecht.
Gerade im Mittelstand bestehe beim Datenschutz noch Nachholbedarf. Denn die Kriminellen setzen laut BSI zunehmend auf Programme, die in der Lage seien, sich weitere Schadsoftware aus dem Internet nachzuladen. (AP)
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