Aktuelle Nachrichten – Wirtschaft
20.03.2011
Rangun – Die Preise für Jodsalz haben sich in den großen Städten Burmas in den vergangenen Tagen mehr als verdreifacht, nachdem im benachbarten China angesichts der Angst vor radioaktiver Strahlung Panikkäufe eingesetzt hatten. Das berichtete die burmanische Zeitung "True News Journal" am Sonntag.
Chinesische Konsumenten hatten in der falschen Annahme, Jodsalz würde sie vor Verstrahlung schützen oder die Bestände könnten durch radioaktiven Niederschlag verseucht werden, die Läden leergekauft. Um die hohe Nachfrage zu befriedigen, wurden Tausende Säcke Salz aus Burma importiert. Dort wiederum stieg – aus Angst, die eigenen Bestände könnten knapp werden – der Preis seit Freitag sprunghaft an.
Kaliumjodid kann die Schilddrüsen bei einer hohen Strahlenbelastung schützen, gängiges Tafelsalz enthält aber nicht genug Jod, um einen ähnlichen Effekt zu haben. Auch radioaktiver Niederschlag in China ist nach Ansicht von Experten – nicht zuletzt wegen der Windströmungen – unwahrscheinlich.
Der Großhandelspreis für einen 34-Kilo-Sack Salz im burmanischen Rangun lag bei 1.800 Kyat (1,41 Euro) und sei auf 6.500 Kyat (5,10 Euro) gestiegen, meldete "True News Journal". Andere Salzhändler bestätigten den Preisanstieg.
(dapd)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Fragen und Antworten zur atomaren Krise in Japan --
(14.03.2011)
(21.02.2011)