Aktuelle Nachrichten – International
05.07.2011
Bagan/Burma – Die burmanische Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat am Dienstag beim Besuch einer historischen Tempelanlage für einen erheblichen Menschenauflauf gesorgt. Damit stellte die prominente Oppositionelle die Geduld der Regierung auf die Probe, die ihr politische Auftritte untersagt hatte.
Der Ausflug in die Tempelstadt Bagan mit ihrem Sohn war die erste Reise von Suu Kyi außerhalb Ranguns, seitdem sie im vergangenen November aus dem Hausarrest entlassen worden war. "Ich bin sehr glücklich. Das ist der erste Urlaub mit meinem Sohn seit 20 Jahren", sagte Suu Kyi nach einem Gebet im berühmtesten Tempel der Anlage.
Zwischen 100 und 200 Anhänger feierten Suu Kyi bei ihrem Besuch in Bagan. Die Oppositionspolitikerin und ihr Sohn Kim wurden jedoch auch von einer kleinen Gruppe von Anwohnern bedrängt. Dutzende Polizisten in Zivil beobachteten das Geschehen, griffen jedoch nicht ein.
Suu Kyi hatte angekündigt, in Kürze durch Burma zu reisen und sich mit politischen Unterstützern zu treffen. Die staatlich kontrollierte Presse hatte daraufhin gewarnt, eine solche Reise könnte das Land ins Chaos stürzen.
(dapd)
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