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Rentenerhöhung zum 1. Juli Anhebung der Renten

DAPD

12.03.2012

Laut Ursula von der Leyen ist wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise die Renten-Anhebung  nicht ganz so hoch ausgefallen wie zunächst angenommen. Foto: Maja Hitij/dapd Photo
Laut Ursula von der Leyen ist wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise die Renten-Anhebung nicht ganz so hoch ausgefallen wie zunächst angenommen.

Foto: Maja Hitij/dapd Photo

Berlin – Frohe Kunde für die rund 20 Millionen Rentner, die Renten in Deutschland steigen ab Juli dieses Jahres deutlich. Bundessozialministerin Ursula von der Leyen kündigte am Montag in Hannover eine Anhebung der Bezüge um 2,18 Prozent im Westen und eine Anhebung von 2,26 Prozent im Osten an. "Das ist eine gute Nachricht für 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner", sagte die Frau von der Leyen.

Das Plus spiegele zwei gegensätzliche Entwicklungen wider, betonte von der Leyen. Auf der einen Seite gebe es eine "eine sehr solide Wirtschaft mit robuster Lohnentwicklung", zum anderen aber auch die "Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise". Deshalb sei die Renten-Anhebung nicht ganz so hoch ausgefallen wie zunächst angenommen. 2011 gab es eine Renten-Anhebung von rund ein Prozent.

Ob die Rentenbeiträge zusätzlich noch weiter sinken, ließ von der Leyen noch offen. "Das hängt von der wirtschaftlichen Entwicklung ab. Aber es zeichnet sich ab, dass sie im kommenden Jahr gesenkt werden", sagte sie. Derzeit liegt der Beitragssatz bei 19,6 Prozent. Er war zum 1. Januar 2012 um 0,3 Prozentpunkte reduziert worden.

SPD und Linkspartei begrüßten die Renten-Anhebung zum 1. Juli. Die Steigerung sei in Ordnung, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles in Berlin. Die Vorsitzende der Linkspartei, Gesine Lötzsch, warnte trotz der Anhebung vor einer wachsenden Altersarmut. Die Erhöhung sei zwar zu begrüßen, die Kaufkraft der Rentner sei seit 2004 aber um neun Prozent gesunken, sagte Lötzsch. "Die Renten-Politik der Bundesregierung führt für viele Menschen direkt in die Altersarmut," die Linke-Politikerin forderte gerechtere Löhne und die Einführung einer solidarischen Mindestrente.

 

 

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