Washington - Ein anonymer Anrufer hat am Freitag einen Großalarm der Polizei rund um das Kapitol in Washington ausgelöst. Die Person berichtete von Schüssen in einem Gebäude des US-Kongresses, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Daraufhin wurde das Kapitol zeitweise abgesperrt. Auch das betreffende Gebäude wurde abgeriegelt. Die Suche nach einem Schützen verlief jedoch zunächst erfolglos.
Der Anruf über die angeblichen Schüsse in einer Tiefgarage des zum Repräsentantenhaus gehörenden Gebäudes ging bei der Polizei gegen 10.30 Uhr Ortszeit (16.30 Uhr MESZ) ein, wie Polizeisprecherin Kimberly Schneider in einer Pressekonferenz mitteilte. Eine Bestätigung für die Schüsse gebe es jedoch nicht. Man könne aber nichts ausschließen, sagte Schneider. Es könnten Menschenleben in Gefahr sein. «Wenn es einen Schützen in dem Gebäude gibt, werden wir ihn mit Sicherheit aufspüren.»
Das betreffende Gebäude steht südwestlich des Kapitols. Die Tiefgarage des Komplexes erstreckt sich über drei Ebenen. Im Kapitol tagte zum Zeitpunkt des Zwischenfalls der Senat. Das Plenum des Repräsentantenhauses tagte nicht. Die meisten Abgeordneten waren bereits in das verlängerte Wochenende gegangen; in den USA ist am Montag ein Feiertag.
Im Juli 1998 war es im Kapitol selbst zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen. Damals erschoss ein offenbar geistig Verwirrter in einer Eingangshalle einen Wachmann.
(AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Gedenken an Opfer des Schulmassakers
(21.12.2012)
Traumabewältigung mit Teddybär
(19.12.2012)
Rektor der Realschule in Winnenden für mehr Präventionsarbeit
(18.12.2012)
EKD-Chef Schneider mahnt nach Amoklauf in den USA zur Wachsamkeit
(18.12.2012)
Innenminister Lewentz gegen höhere Sicherheitsmaßnahmen an Schulen
(17.12.2012)
Merkel und EU-Chefs kondolieren nach US-Amoklauf
(15.12.2012)
Viel Lob für beherztes Eingreifen von Polizistin in Fort Hood
(07.11.2009)