Umwelt – Anti-Atom-Treck startet in Gorleben – DAPD
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Hoffnung stirbt zuletzt Anti-Atom-Treck startet in Gorleben

DAPD

29.08.2009

Ein "Atomkraft - Nein Danke" - Aufkleber auf der Stirn. (AP Photo/Joerg Sarbach)
Ein "Atomkraft - Nein Danke" - Aufkleber auf der Stirn. (AP Photo/Joerg Sarbach)

Gorleben – Mit einer Kundgebung am Endlagerbergwerk Gorleben sind Landwirte und AKW-Gegner am Samstag zu einem einwöchigen Anti-Atom-Treck nach Berlin gestartet. An der Kundgebung für den Ausstieg und gegen das Endlagerprojekt Gorleben beteiligten sich 150 Landwirte mit Traktoren und 1.000 weitere Atomkraftgegner. Rund 30 Bauern mit Traktoren und ebenso viele Begleitfahrzeuge begannen danach eine einwöchige Tour durch alle Endlagerstandorte. Ihr Treck soll am kommenden Samstag mit einer Großdemonstration in Berlin enden.

Der Treck wurde am Endlagerbergwerk Gorleben vom Landrat des Kreises Lüchow-Dannenberg, Jürgen Schulz, verabschiedet. Für die „Bäuerlicher Notgemeinschaft“ verlangte der Landwirt Carsten Niemann die Aufgabe des Endlagerstandort Gorleben. „Egal, wer die Wahl gewinnt – an unserem Widerstand kommt niemand vorbei“, sagte er. Die Vorsitzende der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, Kerstin Rudek, verlangte angesichts des erneuten Störfalls im AKW Krümmel die Stilllegung aller Atomkraftwerke.

Tour durch alle Endlagerstandort

Zusammen mit den 30 Landwirten mit Traktoren starteten 150 weitere AKW-Gegner zu dem Anti-Atom-Treck. Begleitet werden die Trecker der Bauern unter anderen von einem Sattelschlepper mit einer Castor-Attrappe, von einer mobilen Großküche, einem mobilen Pressezentrum und von Fahrzeugen, die für eine Energiewende werben. Die Teilnehmer des Trecks wollen unterwegs in Zelten übernachten.

Der Anti-Atom-Treck soll am Sonntagabend den Schacht Konrad in Salzgitter erreichen, der gegenwärtig zum atomaren Endlager ausgebaut wird. Am Dienstagabend ist ein Stopp samt Kundgebung am einsturzgefährdeten Atommülllager Asse vorgesehen. Am Donnerstagvormittag soll der Konvoi das Endlager Morsleben bei Helmstedt erreichen, in dem alte Salzabbaukammern einzustürzen drohen. Am Freitagabend ist die Ankunft in Berlin-Spandau geplant. An der bundesweiten Anti-AKW-Demonstration in Berlin am 5. September wollen nach Angaben der Bäuerlichen Notgemeinschaft rund 150 Bauern mit Traktoren teilnehmen. Die Mehrzahl der Landwirte will am kommenden Freitag direkt in Richtung Berlin fahren. (AP)

 

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