Fernreisen - Die Welt entdecken – Antrittsbesuch der „Queen Elizabeth“ in Kiel – Bernd Kregel / Gastautor
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Royaler Glanz + Fotogalerie Antrittsbesuch der „Queen Elizabeth“ in Kiel

Bernd Kregel / Gastautor

15.08.2012

Die "Queen Elizabeth", Königin der Meere.  Foto: Bernd Kregel
Die "Queen Elizabeth", Königin der Meere.

Foto: Bernd Kregel

Auch an der Ostsee ist man empfänglich für den von einer „Queen“ ausgehenden royalen Glanz.

Manche erwischt er auf kaltem Fuß. Jener lang anhaltende tief röchelnde Ton in den untersten Frequenzen, der eine Zumutung darstellt für jedes menschliche Trommelfell. Nicht anders, als hätten sich alle Trompeten vor den Mauern Jerichos auf ein geheimes Zeichen hin vereint zu einer letzten gemeinsamen Kraftanstrengung. Oder als würde die Posaune des Jüngsten Gerichts Ehrfurcht gebietend zu einem abschließenden kosmischen Ereignis vor den Richtstuhl Gottes rufen.

Aber nichts dergleichen! Das zeigt schon der Blick in den strahlend blauen Himmel, der heute nach einem verregneten Sommer mit echtem Kieler „Kaiserwetter“ aufwartet. So wie es sich gehört, wenn eine „Königin der Meere“ der Stadt an der Förde ihren Antrittsbesuch abstattet, um sich der Region vorzustellen und dafür die Ehrenplakette der Stadt Kiel in Empfang zu nehmen.

Aufbruchstimmung auf dem Oberdeck

Aus dem lautstarken Abschiedston lässt sich aber auch ein verstecktes Dankeschön heraushören. Denn wurden nicht die sechs kräftigen Dieselmotoren in Kiel gefertigt, die die „Queen Elizabeth“ bei ihren Weltreisen und Ozeanüberquerungen antreiben und ihr dabei eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 24 Knoten ermöglichen? Mag die „Queen Mary“ in Hamburg von Anfang an als das Lieblingsschiff unter allen Kreuzfahrtschiffen und Luxuslinern gelten. Mit ihrer technischen Anbindung an Kiel könnte hier die „Queen Elizabeth“ in Zukunft einen vergleichbaren Rang einnehmen.

Dafür spricht die Begeisterung der Menschen, die dicht gedrängt an den Uferabschnitten dem Schiff beim Ablegen zuschauen und den Reisenden an Bord zuwinken. Endlich hat der massige Rumpf einige Meter Abstand gewonnen von der Anlegemauer des Ostseekais. Und dies allein mit seinem eigenen ausgefeilten Antriebssystem ohne jede fremde Hilfe. Langsam nimmt die „Queen“ nun Fahrt auf, während auf dem hinteren Oberdeck bei flotten Klängen und „Royal Curry Sausages“ der Aufbruch in Richtung Skagerrak feuchtfröhlich zelebriert wird.

 

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