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Arbeiterproteste legen Hamburger Hafen weitgehend lahm

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14.12.2006

Hamburg – Der Umschlag im Hamburger Hafen ist für einen Tag durch Arbeiterproteste weitgehend zum Erliegen gekommen. An den Containerterminals und weiteren Anlagen des staatlichen Hafenunternehmens HHLA ging am Donnerstag nichts mehr, weil sich mehr als 2.000 Mitarbeiter auf einen Protestzug zur Firmenzentrale machten. Ein Firmensprecher bestätigte, dass von 06.00 Uhr bis 15.00 Uhr nicht gearbeitet wurde. Die HHLA wickelt rund zwei Drittel des gesamten Containerumschlages in Hamburg ab.

Hintergrund der Proteste sind Privatisierungspläne des Hamburger Senates für die staatliche HHLA. Der Senat will bis zu 49,9 Prozent der Anteile an Investoren verkaufen. Nach Angaben der Wirtschaftsbehörde haben sich mehrere Interessenten gemeldet, im Jahr 2007 werden konkrete Angebote erwartet.

Die Stadt will Investoren einsteigen lassen, um dem Unternehmen Geld für anstehende Investitionen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro zu verschaffen. Die HHLA plant mehr als eine Verdoppelung des Umschlags von 8 Millionen Containern pro Jahr auf 18 Millionen im Jahr 2015. Dazu müssen die Anlagen im großen Stil ausgebaut werden.

Die Stadt ist nach eigenen Angaben nicht in der Lage, gleichzeitig die HHLA-Investitionen und den Ausbau etwa der Straßen und Schienen im Hafen zu bezahlen. Ein Unternehmenssprecher erklärte allerdings, das Unternehmen könnte mindestens bis 2011 die geplanten Investitionen aus eigener Kraft bezahlen.

Die Unternehmensleitung ist laut Sprecher für einen Börsengang über stimmrechtslose Vorzugsaktien. Die SPD-Opposition und die Gewerkschaften lehnen die Teilprivatisierung ab.

(AP)

 

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