Washington - Die amerikanische Friedensaktivistin Cindy Sheehan und 26 weitere Angeklagte sind am Donnerstag wegen Teilnahme an einer nicht genehmigten Demonstration vor dem Weißen Haus schuldig gesprochen worden. Ein Gericht in Washington verurteilte sie zur Zahlung von je 75 Dollar (64 Euro) Strafe. Die Angeklagten hatten sich für nicht schuldig erklärt. Sheehans Anwalt kündigte an, Rechtsmittel einlegen zu wollen.
Sheehan, deren 24-jähriger Sohn Casey als Soldat im Irak ums Leben kam, war zusammen mit rund 300 anderen Demonstranten am 26. September vor dem Weißen Haus festgenommen worden. Demonstrationen mit mehr als 25 Teilnehmern vor dem Weißen Haus müssen genehmigt werden. Die Angeklagten machten geltend, sie hätten lediglich versucht, im Weißen Haus Petitionen abzugeben.
Vor Beginn der Verhandlung am Mittwoch kündigte Sheehan an, dass sie in der nächsten Woche erneut vor der Ranch von US-Präsident George W. Bush in Texas gegen den Irak-Krieg demonstrieren werde.(AP)
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