Peking - Auf der Flucht vor einer erzwungenen Abtreibung ist eine Chinesin nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation zu Tode gestürzt. Die Frau sei im siebten Monat schwanger gewesen und habe Zwillinge erwartet, erklärte das in Hongkong ansässige Informationszentrum für Menschenrechte und Demokratie. Sie sei aus ihrer Wohnung in der ostchinesischen Stadt Hefei entführt und zur Abtreibung ins Krankenhaus gebracht worden, weil sie bereits ein Kind hatte - eine weitere Schwangerschaft lief damit der offiziellen Ein-Kind-Politik in China zuwider. Auf der Flucht sei die Frau aus dem ersten Stock gefallen. Eine Sprecherin des Krankenhauses bestätigte lediglich, dass am 22. Juni eine Schwangere bei einem Sturz zu Tode kam. Laut chinesischer Regierung sind Zwangsabtreibungen verboten. Den örtlichen Behörden wird aber immer wieder vorgeworfen, Schwangere zu dem Schritt zu nötigen.
(AP)



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