Kiel - Der Seehundbestand an der deutschen Nordseeküste hat sich erholt: Im August zählten Wissenschaftler im Nationalpark Schleswig-Holsteinsches Wattenmeer 5.543 Seehunde nach 5.505 im Vorjahr. In Niedersachsen wurden 4.642 Seehunde festgestellt. «Die Seehundpopulation ist damit wieder so groß wie Ende der 1990er Jahre und macht einen gesunden Eindruck», erklärte Christian Seyfert vom Kieler Umweltministerium am Freitag. Im Jahr 2002 waren 40 Prozent des Bestandes der Seehundstaupe zum Opfer gefallen.
Der Eindruck eines gesunden Bestandes wird laut Ministerium dadurch gestützt, dass in der Seehundstation nur 41 verlassene Jungtiere angeliefert wurden. Im vergangenen Jahr waren es 56 Heuler. Zudem wurden nicht mehr tote Seehunde als üblich gefunden. Zählungen der Seehunde finden alljährlich im gesamten Wattenmeer statt. Dabei werden Sandbänke überflogen und die dort liegenden Tiere gezählt.
(AP)



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