Berlin - Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) hat allen Helfern für den Rettungseinsatz nach dem schweren Transrapid-Unglück am Freitag im Emsland gedankt. In einer am Sonntag in Berlin veröffentlichten Erklärung würdigte DFV-Vizepräsident Hartmut Ziebs zugleich den reibungslosen Ablauf der Bergungsarbeiten und sprach von einem umsichtigen und professionellen Vorgehen aller Beteiligten. Zudem wies er auf die psychologischen Folgen für die Einsatzkräfte hin, die die schrecklichen Bilder der Katastrophe wohl ihr Leben lang nicht mehr vergessen würden.
Nach einer ersten Auswertung des Unglücks in Lathen sei der Rettungseinsatz planmäßig abgelaufen. «Was die Feuerwehr gemeinsam mit dem Betreiber für einen Notfall vorbereitet und geübt hat, das hat auch funktioniert», sagte Ziebs nach einem Ortstermin an der Versuchsstrecke.
Auch die Höhe des Einsatzorts bei der Magnetschwebebahn habe keine unerwarteten Probleme für die Feuerwehr aufgeworfen. «Die Freiwilligen Feuerwehren der Umgebung waren nach kurzer Zeit mit fünf Drehleitern vor Ort und haben die Verletzten zügig aus den Trümmern befreien können», betonte er. Die Stelzenbauweise sei bereits vorab bei der Einsatzplanung berücksichtigt worden. Neu strukturierte Feuerwehrbereitschaften und standardisierte Alarmierungen von Einsatzkräften hätten sich bewährt.
Das Eindringen in den Zug an unbeschädigten Stellen sei auf Grund der verwendeten Materialien schwierig gewesen, habe den Einsatz aber nicht entscheidend behindert. «Das Transrapid-Unglück hat die Vorkehrungen der Bahn nach dem ICE-Unglück von Eschede bestätigt, zum Beispiel das Einrichten zusätzlicher Notausstiege in den Zügen», erklärte Ziebs weiter.
Ebenfalls bewährt habe sich die sofort angebotene Notfallseelsorge auch für Einsatzkräfte. «Die Bilder, die viele Einsatzkräfte hier gesehen haben, werden sie vermutlich ein Leben lang nicht vergessen», fügte er wörtlich hinzu. «Anfangs mussten Feuerwehrleute in einen nur rund 50 Zentimeter hohen Hohlraum zwischen den beiden Fahrzeugen krabbeln, um Verletzte zu befreien. Die zügige Rettung der Lebenden verdient unsere Hochachtung», hob auch der niedersächsische Feuerwehr-Präsident Hans Graulich hervor.
(AP)



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