Magnetschwebebahn Transrapid verunglückt im Emsland. Transrapid-Technik im Kreuzfeuer. Aktuelles über den Unfall der deutschen Magnetschwebebahn.
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Huber sieht Zeitplan für Münchner Transrapid-Strecke nicht gefährdet

Unabhängiges Gutachten zu Sicherheitskonzept in Auftrag gegeben

AP
25.09.2006

München - Der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber sieht trotz des Unglücks im Emsland die in München geplante Transrapid-Strecke nicht gefährdet. Zu Berichten, Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee sei vom Zeitplan für die Entscheidung über den Bau der Strecke abgerückt, sagte Huber am Montag im Bayerischen Rundfunk: «Der Bundesverkehrsminister hat keinesfalls eine Änderung des Zeitplans angekündigt.» Er habe gesagt, dass die Sicherheit oberste Priorität habe. Dem stimme er uneingeschränkt zu. Dagegen lehnen die Grünen eine Transrapid-Strecke in der bayerischen Hauptstadt ab.

«Wir rechnen mit dem Abschluss des Genehmigungsverfahrens Mitte nächsten Jahres, dieser Zeitplan wird durch die mögliche Nachbesserung des Sicherheitskonzeptes nicht in Frage gestellt», sagte Huber. Einen Unfall wie im Emsland hält er auf einer möglichen Trasse in München für unmöglich. Eine Teststrecke unterliege anderen Anforderungen als eine kommerzielle Strecke, sagte der CSU-Politiker.

Grundsätzliche Zweifel an der Transrapid-Technologie habe er trotz des Unfalls nicht. Bei dem Unglück deute alles auf eine unglückliche Verkettung von Anläufen hin, «bei denen wohl menschliches Versagen eine Hauptrolle spielt», sagte Huber.

Im ZDF-Morgenmagazin erklärte der CSU-Politiker, der Bund und das Land Bayern gäben ein unabhängiges Gutachten über die Sicherheitssituation in Auftrag. «Wir erwarten dieses Gutachten in sechs bis acht Wochen. Es wird alles getan, um, wenn notwendig, das Sicherheitskonzept in München weiter zu verbessern.»

Der SPD-Verkehrsexperte Peter Danckert sagte der «Bild»-Zeitung: «So bitter das Unglück auch ist: Das System darf nicht in Frage gestellt werden.» Er sprach sich gegen einen Stiopp der Planungen für die Transrapid-Strecke in Münschen aus. «Die Strecke sollte unbedingt gebaut werden», wird er zitiert.

Die Grünen dagegen sprachen sich gegen den Bau einer solcher Strecke aus. Der verkehrspolitische Sprecher ihrer Bundestagsfraktion, Winfried Hermann, macht neben den Sicherheitsaspekten vor allem finanzielle Gründe geltend. Im Südwestrundfunk sagte Hermann, die Transrapid-Technik bringe zu viele schwer praktikable Schwierigkeiten mit sich, deshalb sei sie mehr als doppelt so teuer wie normale Schienenprojekte.

 

(AP)

 

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