Hannover - Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff hat sich für den Erhalt der vier Airbus-Werke in seinem Bundesland eingesetzt. Kurz vor dem Besuch des neuen Konzernchefs Louis Gallois in Hamburg forderte der CDU-Politiker, bei Airbus das Gleichgewicht zwischen Frankreich und Deutschland zu erhalten.
Im Gespräch mit der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» nannte Wulff die vier niedersächsischen Airbus-Werke «leistungsfähig, konkurrenzfähig und im Übrigen voll ausgelastet». Nach seiner Auffassung wäre es «ein Irrsinn, wenn man diese jetzt zum Zweck der Geldbeschaffung verkaufen würde». Wenn das Unternehmen Probleme habe, sollte es eher Kredite aufnehmen, empfahl der Politiker.
Airbus habe es offenbar versäumt, für die Verzögerungen in der Produktion des Riesenflugzeugs A380 finanziell vorzusorgen, kritisierte Wulff. Die finanziellen Engpässe dürften «nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen werden». Wulff sagte, er verlasse sich auf das «klare Dementi» von Berichten, wonach Airbus die niedersächsischen Werke verkaufen wolle.
(AP)
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