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«Der Status ist gut»

Microsoft bietet mit Windows Live OneCare eine integrierte Sicherheitssoftware an

Peter Zschunke
AP
30.10.2006

Der Screenshot zeigt die Benutzeroberfläche der Microsoft-Sicherheitssoftware Windows Live OneCare. (AP Photo/Microsoft)

Frankfurt/Main - Mit der Sicherheitssoftware Windows Live OneCare verschärft Microsoft den ohnehin schon heftigen Wettbewerb auf dem Markt der Virenscanner. Die jetzt eingeführte Testversion kann kostenlos benutzt werden. Für die Endversion soll eine jährliche Abo-Gebühr erhoben werden; in den USA wird ein Betrag von rund 50 Dollar (40 Euro) genannt.

OneCare erhebt den Anspruch, dem Windows-Anwender alle Sicherheitssorgen abzunehmen. «Windows Live OneCare ist auf dem neuesten Stand, und der Status ist gut», verkündet die neue Sicherheitszentrale.

Die integrierte Firewall trifft ohne Zutun des Anwenders eigene Entscheidungen und erlaubt beispielsweise der Internet-Anwendung Skype beim ersten Start den Zugriff aufs Netz. Bei unbekannten Anwendungen aber blockiert OneCare erst einmal den Datentransfer mit dem Internet und fragt nach, ob der Anwender das Programm wirklich so gut kennt und für vertrauenswürdig hält, dass die Netzverbindung zugelassen werden soll. In den Einstellungen für die Firewall können einzelne Verbindungen auch manuell konfiguriert werden.

Bei der Prüfung auf Viren gibt es einen wenige Minuten dauernden «Schnell-Scan», einen kompletten Scan einschließlich externer Laufwerke und einen benutzerdefinierten Scan, der einzelne oder mehrere Ordner untersucht. Die Virenkennungen werden wie üblich online aktualisiert.

Für nachlässige Windows-Nutzer ist das Werkzeug der «erweiterten Wartung» interessant. Hier werden mit einem Mausklick mehrere Arbeitsgänge zur Systempflege absolviert. Zunächst werden temporäre und andere nicht benötigte Dateien gelöscht. Dann wird die Festplatte defragmentiert, der Virenscanner gestartet und das Backup für die Sicherung der persönlichen Daten in Gang gesetzt. Zum Schluss wird der Microsoft-Server noch gefragt, ob wichtige Sicherheitsupdates zur Verfügung stehen. In einem «Wartungsplan» wird eingestellt, in welchen Abständen diese Prozedur automatisch erfolgen soll. Als Standard sind vier Wochen eingestellt.

Die Datensicherung von OneCare erfolgt auf CD, DVD oder einen Speicherort im Netzwerk. Das automatische Backup überprüft, ob neue Daten hinzugekommen sind oder bestehende geändert wurden. Auch hierfür kann in einem Zeitplan festgelegt werden, wie oft und zu welchen Uhrzeiten die Sicherung gestartet wird.

Es ist nicht das erste Mal, dass Microsoft einen eigenen Virenscanner für sein Betriebssystem anbietet. Vor 13 Jahren erhielt DOS 6.0 einen integrierten Virenschutz, der aber nach kurzer Zeit wieder aufgegeben wurde.

http://www.windowsonecare.com/

 

(AP)

 

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