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Naturschützer fordern Verzicht auf Fehmarnbelt-Brücke

Auf Risiken für Zugvögel hingewiesen

AP
18.12.2006

(Photo by David McNew/Getty Images)

Berlin – Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat erneut auf die negativen Folgen für Millionen Zugvögel hingewiesen, die mit dem Bau einer Fehmarnbelt-Brücke verbunden wären. „Der Bau einer 20 Kilometer langen und 280 Meter hohen Riesenbrücke über die Ostsee mitten in die Vogelfluglinie hinein gefährdet Millionen Zugvögel“, erklärte NABU-Präsident Olaf Tschimpke am Montag. Anlass für die Kritik ist der Kopenhagen-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag.

Tschimpke forderte, die Kanzlerin müsse die Bedenken der Bundesregierung schon allein wegen der unkalkulierbaren ökonomischen und ökologischen Risiken des Projektes bei dem Gespräch mit dem dänischen Ministerpräsidenten Anders Fogh Rasmussen zum Ausdruck bringen. Es sei nicht einzusehen, dass für das Prestigeprojekt einer Landesregierung Milliarden Steuergelder zum Fenster hinausgeworfen werden sollen. Die Kieler Landesregierung hatte sich mit großer Mehrheit für den Bau der Brücke ausgesprochen. Die dänische Regierung hat noch keine Entscheidung getroffen.

Jährlich nutzen laut NABU bis zu zehn Millionen arktische Wasservögel und bis zu 80 Millionen Landvögel die Passage zwischen Deutschland und Dänemark. Kollisionen der Tiere mit der Brücke wären vorprogrammiert. Drei Naturschutzgebiete seien durch das Vorhaben bedroht.

http://www.nabu.de/

 

(AP)

 

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