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Jede zehnte Orange mit Pestiziden belastet

Lebensmittel-Monitoring des Bundesamts für Verbraucherschutz

AP
18.01.2007

Berlin – Mehr als zehn Prozent der Orangen und Pfirsiche auf dem deutschen Markt sind mit Pestizidrückständen belastet. Das ergab das Lebensmittel-Monitoring 2005 des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, dessen Ergebnisse am Mittwoch zum Auftakt der internationalen Grüne Woche in Berlin vorgestellt wurden. Danach überschritten 12 Prozent der untersuchten Orangen und 15 Prozent der kontrollierten Pfirsiche die erlaubten Höchstgehalte an Pflanzenschutzmitteln.

Bei dem Monitoring werden von Jahr zu Jahr jeweils andere Lebensmittel kontrolliert. 2005 wurden knapp 5.200 Proben auf mehr als 700 Einzelstoffe untersucht. Dabei wurden in Reis, Pilzerzeugnissen und Spinat erhöhte Schwermetallgehalte registriert. Frischer Spinat fiel erneut durch hohe Nitratgehalte negativ auf.

In Säuglings- und Kleinkindernahrung sowie in Fertiggerichten wurde das möglicherweise Krebs erregende Reaktionsprodukt Furan nachgewiesen – allerdings nach Angaben des Bundesamts in Mengen, die nach derzeitigem Kenntnisstand als gesundheitlich unbedenklich gelten. Erhöhte Konzentrationen an gesundheitsschädlichen Stoffwechselprodukten aus Schimmelpilzen in Apfelsaft, Traubenmost und Qualitätsschaumwein müssen aus Expertensicht Anlass für die Hersteller sein, die Belastung ihrer Produkte zu vermindern. Streichfähige Rohwurst und Räucherfisch wiesen überwiegend geringe Gehalte an Benzopyren auf, einer Krebs erregenden Substanz, die beim Räuchern gebildet werden kann.

Bundesamts-Präsident Christian Grugel sagte, die Verbraucher achteten beim Einkauf inzwischen nicht nur auf Preis und Geschmack, sondern immer mehr auch auf gesunde Lebensmittel. Dieser Trend werde sich künftig noch verstärken.

http://www.bvl.bund.de/

 

(AP)

 

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