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Walfanggegner werfen Befürwortern Imperialismus vor

Konferenz in Tokio

AP
15.02.2007

Tokio – Befürworter des Walfangs haben am Donnerstag bei einem Treffen in Tokio über den Entwurf einer Abschlusserklärung diskutiert, in dem Walfanggegnern Imperialismus vorgeworfen und von ihnen mehr Respekt eingefordert wird. Das Treffen von Mitgliedern der Internationalen Walfangkommission (IWC) wurde von Dutzenden Jagdgegnern wie den USA, Großbritannien und Australien boykottiert. Gastgeber Japan wollte auf der Konferenz weiter Druck für eine Aufhebung des seit zwei Jahrzehnten geltenden Fangverbots machen.

Die Teilnehmer dringen auf eine Reform der IWC. Sie sollte ihrer Meinung nach die Jagd regulieren und nicht unterbinden. In dem Entwurf der Abschlusserklärung heißt es, die Walfanggegner zwängen kleinen Inselstaaten ihre Werte auf, blockierten eine offene Debatte über die Jagd und ignorierten wissenschaftliche Beweise, dass es ausreichend Wale gebe. Dies komme Imperialismus gleich.

Die IWC hatte den Walfang 1986 verboten, Japan wurde jedoch eine begrenzte Fangmenge zu wissenschaftlichen Zwecken zugestanden. Kritiker wenden ein, Tokio verfolge in Wirklichkeit kommerzielle Interessen, da das Fleisch der erlegten Tiere verkauft wird. Walfleisch gilt in Japan als Delikatesse.

 

(AP)

 

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