Nationalpark Way Kambas/Indonesien – Nach einer Reise um die halbe Welt hat sich der Nashornbulle „Andalas“ am Mittwoch in Indonesien mit seiner neuen Umgebung vertraut gemacht. Die 63-stündige Reise vom Zoo von Los Angeles nach Sumatra per Flugzeug, Lastwagen und Fähre hat das Tier offenbar gut überstanden. Sein neues Zuhause ist ein Schutzgebiet, in dem bereits die Nashorn-Damen „Rosa“ und „Ratu“ leben. Mit ihrer Hilfe soll der fünfjährige Bulle den Bestand seiner Art sichern.
Das Sumatra-Nashorn gilt als stark bedroht. Vermutlich leben nur noch rund 300 Tiere in den Wäldern der Insel Sumatra und in Malaysia. Für das langfristige Überleben der Art sind nach Ansicht von Experten mehr als 2.500 Tiere nötig. Die Nachzucht in Gefangenschaft gilt als schwieriges und teures Unterfangen. „Andalas“ ist das erste in einem Zoo geborene Sumatra-Nashorn seit über 100 Jahren. Mindestens ebenso wichtig sei es daher, den Lebensraum der frei lebenden Nashörner zu erhalten, sagte der Veterinär Robin Radcliffe, der „Andalas“ auf der Reise nach Indonesien begleitete. „Wir müssen die Wälder schützen, in denen sie leben.“
(AP)
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